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EM-Auftakt misslingt nach Verlängerung

Die deutschen Basketballer sind mit einer Niederlage in die EM gestartet. Gegen Italien verspielte die Auswahl von Bundestrainer Dirk Bauermann eine 14-Punkte-Führung gegen Italien und unterlag nach Verlängerung 82:84.

Für die deutschen Basketballer begann das EM-Turnier denkbar ungünstig mit einer unglücklichen Niederlage. Im ersten Vorrundenspiel musste die Mannschaft um NBA-Star Dirk Nowitzki gegen den Olympia-Zweiten Italien nach einem Krimi eine 82:84 (74:74, 34:38)-Niederlage nach Verlängerung hinnehmen. Damit steht die DBB-Auswahl bei den Titelkämpfen in Serbien und Montenegro im Rennen um den Einzug ins Viertelfinale bereits im zweiten Spiel der Gruppe A am Samstag (21.00 Uhr/live im DSF) gegen die Ukraine unter Zugzwang.

Bauermann: "Mit Wut im Bauch zurückkommen"

"Das ist bitter, jetzt müssen wir das nächste Spiel unbedingt gewinnen", sagte Dallas-Legionär Nowitzki, der seine Kollegen in Schutz nahm: "Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, sonst hätten wir das Spiel nicht so offen halten können." Dem stimmte Bundestrainer Dirk Bauermann bedingungslos zu: "Das war unser stärkstes Spiel in diesem Sommer, eine Leistung, auf der wir zu 100 Prozent aufbauen müssen. Jetzt müssen wir mit Wut im Bauch zurückkommen und diese Wut an der Ukraine auslassen."

Die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann, die vor 3 800 Zuschauern in der ausverkauften Millennium-Arena in Vrsac auch das elfte EM-Duell gegen die "Squadra Azzurra" seit 1957 verlor, begann äußerst nervös, fand zunächst keinen Rhythmus und kam erst in der 7. Minute durch den Frankfurter Pascal Roller zum ersten Feldkorb. Die wenigen deutschen Fans mussten sogar bis zur 13. Minute auf die ersten Punkte von Nowitzki durch zwei Freiwürfe warten. Aber auch die Italiener leisteten sich in der Anfangsphase gegen die aggressive deutsche Defensive einige überflüssige Fehler, aus denen die deutsche Mannschaft jedoch kein Kapital schlagen konnte.

Starker Nowitzki inspiriert seine Mitspieler

Probleme bereitete in der Anfangsphase lediglich Italiens Kapitän Gianluca Basile, der im ersten Viertel (14:17) zehn Punkte erzielte. Dennoch konnten die deutschen Korbjäger, die in der EM-Vorbereitung mit einer Verletzungsmisere zu kämpfen hatten und den Ausfall von Ademola Okulaja kompensieren mussten, das Spiel zunächst offen halten, ehe die Italiener auf 36:26 davonzogen. Doch mit einer wahren Energieleistung und einem spektakulären "Dreier" von Nowitzki aus etwa zehn Metern mit der Halbzeit-Schlusssirene blieb der WM-Dritte trotz einer Trefferquote von nur 44 Prozent (Italien 52 Prozent) im Spiel.

Von einem hochmotivierten Nowitzki auf dem Feld inspiriert, gelang dem DBB-Team in der 24. Minute sogar die erste Führung (43:42), die sie sogar auf 52:42 ausbauen konnte. Der NBA-Profi selbst fand erst nach dem Wechsel seinen Rhythmus und sorgte dafür, dass die italienischen Routiniers den Faden verloren. In der Offensive glänzten in dieser Phase besonders Roller und Griechenland-Profi Patrick Femerling. Mit seinem dritten "Dreier" sorgte Nowitzki schließlich für das 60:49 am Ende des dritten Viertels.

Basile überzeugt bei den Italienern

Als alles schon nach einem Erfolg der deutschen Mannschaft aussah, schmolz der bis auf 14 Punkte angewachsene Vorsprung zwischen der 25. und 28. Minute aber nach und nach dahin, ehe die Italiener zwei Minuten vor Schluss sogar wieder in Führung gingen. In den entscheidenden Phasen der Verlängerung setzten sich die Italiener dann schließlich mit ihrer Routine durch. Neben Nowitzki (27 Punkte) hatten die deutschen Korbjäger in Femerling (18) und Roller (14) ihre herausragenden Schützen. Bester Italiener war Basile (25).

© SID

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