EM in Lyon
Deutsche Eiskunstläufer auf Medaillenkurs

Bei der EM in Lyon gehen in diesem Jahr zwei deutsche Medaillenkandidaten an den Start. Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy wollen das russiche Paar von der Spitze vertreiben und Kraft für die Olympischen Spiele sammeln. Andere müssen sich erst noch für Turin qualifizieren.

HB LYON. Die Europameisterschaft als Generalprobe für Olympia: Erstmals seit Jahren tritt die Deutsche Eislauf-Union (DEU) bei der EM von Dienstag bis Sonntag in Lyon mit zwei Medaillenkandidaten an und hofft auf den richtigen Schwung für den Saisonhöhepunkt in Turin.

Die Chemnitzer Aljona Sawtschenko/Robin Szolkowy wollen in die Phalanx der russischen Paarläufer einbrechen und Stefan Lindemann seine Bronzemedaille aus dem Vorjahr verteidigen.

„Wir können uns berechtigte Hoffnungen auf Podestplätze machen“, sagt DEU-Präsident Reinhard Mirmseker. „Besonders unser Paar ist aussichtsreich, so wie es sich in dieser Saison bisher präsentiert hat.“ Mit Startnummer zwölf erwischten die Chemnitzer zudem eine gute Auslosung und können am Dienstag in der letzten Gruppe starten.

In der Grand-Prix-Serie haben die gerade eingedeutsche Ukrainerin und ihr sächsischer Partner richtig aufgetrumpft: Ein Sieg, ein zweiter Platz und der dritte Rang im Finale sprechen für sich.

Möglich ist sogar Silber, denn nach den unerreichbaren Weltmeistern Tatjana Totmianina/Maxim Marinin haben Sawtschenko/Szolkowy in den vergangenen Monaten alle Konkurrenten aus Europa geschlagen. „Aljona und Robin haben einfach mehr Potenzial, das haben auch die Preisrichter erkannt“, bekräftigte Trainer Ingo Steuer.

1993 in Helsinki sicherte sich der Ex-Weltmeister mit Mandy Wötzel die Silbermedaille und trug zum letzten doppelten deutschen Medaillengewinn bei einer EM bei. Marina Kielmann holte damals Bronze.

Ob Lindemann aber nach WM-Bronze 2004 und EM-Bronze 2005 erneut aufs Treppchen laufen kann, ist fraglich. Ein verpasstes Grand-Prix- Finale und eine schlechte Leistung bei den deutschen Meisterschaften konnten den 25 Jahre alten Erfurter nicht zufrieden stellen: „Natürlich bin ich enttäuscht. Wir haben das Training noch einmal angezogen, nun ist es an mir, das umzusetzen.“

Auch Mirmseker sieht die Schwierigkeiten eines anstrengenden Winters auf dem Eis: „Die Olympia-Saison ist sehr lang, unbewusst ist in den Köpfen der Sportler, sich erst später in Form zu bringen. Hoffen wir mal, dass es nicht zu spät ist.“

Gerade rechtzeitig könnte die viermalige deutsche Meisterin Annette Dytrt aus München zum Jahreswechsel in Lindemanns Trainingsgruppe nach Erfurt gewechselt sein. Die 22-Jährige scheitert ständig an ihren Nerven und baut nun auf die Unterstützung von Lindemanns resoluter Trainerin Ilona Schindler. Nur wenn sich die Vorjahres-Zwölfte um vier Plätze verbessert, bucht sie das Olympia- Ticket für Turin.

Etwas einfacher haben es Rebecca Handke/Daniel Wende (Möhnesee/Essen) und Eva-Maria Fitze/Rico Rex (Chemnitz), die alle schon unter den Top Acht waren. Das bessere Paar begleitet Sawtschenko,/Szolkowy zu den Winterspielen. Den Eistänzern Christina und William Beier (Dortmund) wurde für eine Olympia-Nominierung Rang elf vorgegeben.

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