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Entscheidung am Col du Galibier

Am Col du Galibier wird es am Mittwoch wahrscheinlich eine Vorentscheidung geben. Schon 54 Mal führte die Strecke der Tour über diesen Berg. Auch Jan Ullrich hat hier schon eine große Niederlage erleiden müssen.

Die Favoriten werden sich am Mittwoch am Col du Galibier zeigen müssen und es wird ein großes Kräftemessen zwischen Ullrich und Armstrong erwartet. Aber auch andere starke Klassementfahrer wie Ivan Basso werden dann ihre Chance suchen. Im Jahr 1998 verlor Jan Ullrich an diesem Berg die Tour de France. Der T-Mobile Fahrer hatte zu Beginn der Etappe noch 3:46 Minuten Vorsprung auf seinen stärksten Gegner Marco Pantani. Die 14. Etappe endet an diesem Tag in Les Deux-Alpes, doch zuvor geht es über den Col du Galibier, den mit 2 645 m höchsten Punkt der dreiwöchigen Rundfahrt. Bei Kälte und Regen kämpfen sich die Fahrer hinauf zum Gipfel des Galibier, der in dichtem Nebel liegt. Ullrich leidet. Plötzlich attackiert Pantani, der Deutsche kann ihm nicht mehr folgen. Bis zum Gipfel verliert der damals 24-Jährige schon drei Minuten, im Schlussanstieg wächst sein Rückstand bedingt durch einen Hungerast auf über neun Minuten an. Ullrich hat die Tour verloren.

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Der Berg, der seither für Ullrichs wohl bitterste Niederlage steht, hat seit seiner ersten Überquerung bei der Tour 1911 schon viele Dramen gesehen. In diesem Jahr steht der Galibier zum 54. Mal auf dem Streckenplan der Frankreich-Rundfahrt, bis auf wenige Ausnahmen war er das "Dach der Tour".

Nach dem Col de la Bonette (Frankreich/2 802 m), dem Iseran (Frankreich/2 770), dem Stilfserjoch (Italien/2 758) und dem Col d´Agnel (Italien/2 744) ist der Galibier der fünfthöchste öffentlich befahrbare Alpenpass. Nur einmal musste die Überquerung kurzfristig gestrichen werden, als 1996 Schneefall die Tour-Organisation zur Verkürzung der "Königsetappe"über Galibier und Iseran zwang.

Der Berg verlangt Courage

Der 17,5 km lange Anstieg beginnt in Valloire auf 1 400 m Höhe und steigt danach durchschnittlich 6,9 Prozent an. Auf dem Gipfel passieren die Fahrer das Denkmal des Journalisten und Tourgründers Henri Desgrange, der den Alpenriesen vor 94 Jahren ins Tourprogramm aufnahm und damals in seinem Leitartikel schrieb, was noch heute gilt: "Neben dem Galibier erblassen alle anderen als gewöhnlich kleine Hügel. Vor dem Galibier kann man nur den Hut ziehen."

© SID

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