Entscheidung überrascht
DEB-Trainer Greg Poss greift durch

Für die beiden letzten Testspiele der DEB-Auswahl setzt Nationaltrainer Poss auf neues Personal. Überraschend strich er gleich fünf Spieler aus dem derzeitigen Kader und nominierte andere nach.

HB RAVENSBURG. Kurz vor Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaft sorgt Nationaltrainer Greg Poss mit seiner Personalrochade für Überraschung. Nach dem Spiel am Samstag in Ravensburg gegen Lettland, wo die DEB-Cracks gegen die Letten ein 3:3 (2:2, 0:1, 1:0) unentschieden heraus spielten, mussten gleich fünf DEB-Spieler ihre Koffer packen und die Nationalmannschaft verlassen.

Für die Gechassten werden in den beiden abschließenden Vorbereitungsspielen gegen WM-Mitfavorit USA am Dienstag in München und Donnerstag in Rosenheim gleich acht Profis neu im Kader stehen. "Wir müssen nicht die besten Spieler, sondern die beste Mischung finden", begründete Bundestrainer Greg Poss seine Umformierung. Am Donnerstag wird Greg Poss sein endgültiges, 25-köpfiges WM-Aufgebot benennen.

Nicht mehr zum Kader gehören Torhüter Dimitri Pätzold (Cleveland Barons/USA), die Verteidiger Sasa Martinovic (Hamburg Freezers) und Felix Petermann (Nürnberg Ice Tigers) sowie die Angreifer David Sulkovsky (Frankfurt Lions) und Christian Hommel (Kassel Huskies). Zur Mannschaft stoßen aus dem Team von Meister EHC Eisbären Berlin Torhüter Oliver Jonas sowie die Stürmer Sven Felski und Alexander Barta; von Vizemeister Adler Mannheim kommen die Verteidiger Nico Pyka und Michael Bakos sowie Stürmer Jochen HECHT. Aus Übersee erwartet Poss Verteidiger Christian Ehrhoff und Mittelstürmer Marcel Goc (beide Cleveland Barons).

Poss überraschte vor allem mit der Streichung von Sulkovsky und Pätzold, die erst in der vergangenen Woche zum Kader gestoßen waren, ihn allerdings nicht überzeugen konnten. "Er ist ein Mann für die Zukunft", sagte Poss über den eigens aus den USA angereisten Ex- Mannheimer Pätzold. "Momentan kommt er aber an unseren anderen Torhütern nicht vorbei."

Für die WM hat der Amerikaner die Hackordnung zwischen den Pfosten schon festgelegt: Jonas und Müller werden sich von Spiel zu Spiel abwechseln, Jung ist Reservist. "Wir wollen bei der WM Ruhe im Team", sagte Poss, der in Ravensburg gegenüber dem Spiel zwei Tage zuvor in Kaufbeuren (2:4) eine deutliche Leistungssteigerung sah: "Wir haben, abgesehen von einer kurzen Phase zum Ende des ersten Drittels, wesentlich besser und konzentrierter gespielt."

In den verbleibenden Tagen bis zum WM-Auftaktspiel am Sonntag gegen Kasachstan will der Bundestrainer an der Zusammensetzung der Sturmreihen und Verteidiger-Pärchen schleifen. Um über den körperlichen Zustand einiger, nach langer DEL-Saison etwas müde wirkender Profis Aufschluss zu gewinnen, bittet Poss am Montag zu einer Haar- und Blutanalyse.

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