Erfolgreiches Konstrukteurstrio
Die drei von der Denkzelle

"Fietje" Judel, Rolf Vrolijk und Torsten Conradi sind das erfolgreichste Konstrukteurstrio der Welt. Mit klaren Linien und innovativer Technik zeigen sie der Segelbranche den Weg in die Zukunft.

Das Büro in dem Siebziger-Jahre-Bau ist nüchtern und sachlich. Eine Doppelreihe von Schreibtischen mit Computerarbeitsplätzen; scheinbar endlose Zahlenreihen auf den Flachbildschirmen sind Ergebnis umfangreicher statischer, aero- und hydrodynamischer Berechnungen. "Im Grunde genommen sind wir ja nur ein Ingenieurund Architekturbüro", sagt Torsten Conradi mit norddeutscher Zurückhaltung. Die Zeichnungen und Halbmodelle an den Wänden demonstrieren etwas anderes: In dem Gebäude am Seedeich in Bremerhaven nehmen besonders schöne, schnelle und manchmal auch luxuriöse Segel- und Motoryachten Form an. Denn hier hat eines der renommiertesten Yachtdesignbüros der Welt seinen Sitz: Judel/Vrolijk & Co. Dass auf den Flachbildschirmen Träume Gestalt gewinnen, mag Conradi dennoch nicht so gern hören: "Fast jeder Yachtkonstrukteur behauptet dies von sich." Nach einigem Zögern schiebt er nach: "Na ja, etwas Wahres ist doch daran."

Die Liste derjenigen, die sich mit Segelträumen im Kopf an Friedrich "Fietje" Judel, Rolf Vrolijk und Torsten Conradi - für ihn steht das "Co" im Firmennamen - gewand haben, ist lang und mit prominenten Namen besetzt. Spaniens König Juan Carlos und der einstige Fiat-Chef Agnelli zählten zu den Kunden sowie zahlreiche weitere Reiche und Große, die lieber anonym bleiben wollen. Auch für die Krone des Segelsports - den America?s Cup - konnte das Trio aus dem Vollen schöpfen: Vrolijk zeichnete mit der "Alinghi" die erste europäische Siegeryacht der "Blechkanne"; von Judel stammt mit der "Germany I" des Teams United Internet Germany das erste deutsche Herausfordererboot im Rennen um die älteste Sporttrophäe der Welt.

Dennoch sind Yachten mit den klaren Linien als eindeutige Handschrift der Bremerhavener Designer nicht nur etwas für Leute mit einem Geldbeutel von der Größe eines Spinnakers: Die Hansewerft Greifswald hat in Bremerhaven ihre gesamte Flotte sportlicher Family-Cruiser entwerfen lassen, Boote, die sich am Markt als preisbewusst und auf der Regattabahn als siegessicher zeigen.

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