Erik Zabel im Interview
„Wenn wir Mist bauen, kriegt unser Sport Probleme“

Erik Zabel, Kapitän beim Team Milram, über sein Tour-Comeback, die Chancen auf das Grüne Trikot und den Image-Schaden, den der Radsport durch die Doping-Affäre genommen hat.

"Wie ist Ihre Gemütslage beim Tour-Comeback nach Ihrem Fehlen im vergangenen Jahr?"

"Ich habe schon ein Kribbeln gespürt, als es losging. In die Vorfreude mischte sich wie immer etwas Nervosität, der Puls ging hoch, und dann war es einfach schön, die Stimmung an der Strecke zu genießen."

"Hat sich die Doping-Affäre um ihren Ex-Teamkollegen Jan Ullrich auf die Atmosphäre ausgewirkt?"

Zabel: "In den ersten Tagen hat das die Stimmung natürlich getrübt. Diese Geschichte ist schlimm für den Radsport in seiner Gesamtheit. Die Pro-Tour wird natürlich trotzdem überleben, aber es geht schließlich auch darum, wie sich das auf den Jugend- und Nachwuchsbereich auswirkt."

"Welche Befürchtungen haben Sie da?"

"Seit mein Sohn Rik in der Schülerklasse Rad fährt, sehe ich mit eigenen Augen, wieviel Mühe es macht, einen kleinen Verein zu finanzieren. Wenn wir Profis so einen Mist bauen, kriegen die noch mehr Probleme, das Geld für den Sport zusammenzukratzen. Beim Skandal 1998 hat der Radsport schon einmal eine Breitseite gekriegt und alle haben gehofft, dass daraus Lehren gezogen würden. Aber es hat sich gezeigt, dass das nicht der Fall ist."

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