Erster Auftritt nach einer Doping-Sperre
Geläuterter Doping-Sünder Millar überzeugt

Bei seinem ersten Rennen nach zweijähriger Doping-Sperre hat der Schotte David Millar beim Tour-Prolog in Straßburg den 14. Rang belegt. Der 29-Jährige will beweisen, "dass man auch ohne Doping schnell fahren kann".

Mit David Millars erstem Auftritt beim Tour-Prolog in Straßburg nach seiner zweijährigen Dopingsperre hat die "Große Schleife" einen reuigen Dopingsünder im Fahrerfeld. Kurz vor der Tour 2004 war der 29-Jährige von der französischen Polizei verhaftet worden. Sein Teamkamerad Philippe Gaumont hatte den Dopingsumpf bei Cofidis enthüllt und die Lawine ins Rollen gebracht. Millar gestand daraufhin, wie viele Mitglieder des Cofidis-Team langjährig systematisches Epo-Doping betrieben zu haben. Sein Titel als Zeitfahr-Weltmeister 2003 wurde ihm nachträglich aberkannt, zwei Jahre Sperre bis zum 23. Mai 2006 folgten.

Bei der Tour 2000 hatte der in Malta geborene Schotte erstmals für einen Paukenschlag gesorgt. Er gewann den Prolog in Futoroscope, verwies Lance Armstrong um zwei Sekunden auf Platz zwei und trug drei Tage lang das Gelbe Trikot. Zwei weitere Tagessiege folgten 2002/2 003.

Neue Chance bei Saunier Duval

Auch Millar zeigte Reue und versprach: "Ich will beweisen, dass man auch ohne Doping schnell fahren kann." Die Chance dazu kam, weil der Vier-Jahres-Bann der Protour-Teams für Dopingsünder erst Ende 2004 beschlossen wurde und nicht rückwirkend auf ihn angewendet werden durfte. Der spanische Rennstall Saunier-Duval nahm ihn unter Vertrag.

Natürlich hätte der 29-Jährige am liebsten den Prolog in Straßburg gewonnen. Es wurde 14 Sekunden hinter Sieger Thor Hushovd "nur" der 14. Rang. Aber eine "saubere Leistung" war es trotzdem mit hoher Wahrscheinlichkeit.

© SID

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