Erstmals Gold bei Olympia für chinesische Herren
Chinese schraubt sich hoch zu Gold

Der Jubel war riesengroß, nachdem der Skiakrobat Han Xaiopeng aus China seinen Sprung auf der Freestyle-Schanze stehen konnte. Mit dem überraschenden Gold-Sprung schrieb der Chinese Geschichte.

HB TURIN. Im Himmel über Sauze d'Oulx ist Skiakrobat Han Xaiopeng zum Gold geflogen und hat olympische Geschichte geschrieben. Mit zwei soliden Sprüngen gewann der 22-Jährige völlig überraschend das Freestyle-Springen.

Er ist der erste chinesische Mann, der bei Winterspielen eine Goldmedaille holte. Zudem war es der erste Olympiasieg Chinas außerhalb des Shorttracks. "Das ist der olympische Geist. Es ist eine Ehre und Freude, China diese Goldmedaille beschert zu haben", sagte der Kanadier Dustin Wilson, Trainer der chinesischen Mannschaft und Vater des Erfolges.

Han Xiopeng hatte noch kein Weltcup-Springen gewonnen und auch noch keine vordere Platzierung bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Winterspielen aufzuweisen. Dass er diesmal zu beachten war, bewies sein erster Platz in der Qualifikation. Im Finale der besten 12 mied er anders als seine Konkurrenten jegliches Risiko und landete im zweiten Durchgang nach einem mittelschweren Sprung mit gestrecktem Salto sowie zwei Salti mit drei Schrauben sicher.

Auch Dmitri Daschinski stand kurz vor einem historischen Sieg, als ihm nach dem Durchgang als Führender die erste Goldmedaille für Weißrussland bei Winterspielen winkte. Doch der Olympia-Dritte von Nagano 1998 wagte mit seinem dreifachen Salto mit vier Schrauben zu viel und landete nicht sauber. Am Ende musste er sich mit 248,68 Punkten mit Silber zufrieden geben. Bronze ging an den Russen Wladimir Lebedew (246,76).

Der favorisierte Jeret "Speedy" Peterson ging das größte Risiko aller Springer ein und zeigte erstmals den "Hurricane", einen dreifachen Salto mit fünf Schrauben. Der Amerikaner griff bei der Landung aber in den Schnee, vergab alle Chancen auf eine Medaille und wurde Siebter.

Weltmeister Steve Omischl aus Kanada und der tschechische Olympiasieger von Salt Lake City 2002, Ales Valenta, waren beim Finale nur Zuschauer. Sie waren bereits am Montag in der Qualifikation gescheitert.

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