„Es ist eben Olympia“
Wenn Favoriten Trauer tragen

Die Lorbeeren welken schnell in der trockenen Luft von Turin. Selten zuvor hat es in den ersten Tagen von Olympischen Winterspielen ein solches Favoritensterben gegeben.

HB TURIN. Hannu Manninen kombinierte falsch, Anni Friesinger und Claudia Pechstein brachen auf dem Eis ein, Tobias Angerer lief hinterher, Hermann Maier und Bode Miller waren nicht in Schuss. Das viel zitierte "Olympische Spiele haben ihre eigenen Gesetze" ist nicht nur eine Floskel.

Vor allem bei den Eisschnellläufern im Oval Lingotto erwischt es die hoch gehandelten Medaillenkandidaten eiskalt: Joji Kato (Japan), der Schnellste der Welt über 500 Meter? Nur Sechster. US-Superstar Apolo Anton Ohno? Als Olympiasieger im Halbfinale über 1500 Meter gestrauchelt und ausgeschieden. Die "Golden Girls" Anni Friesinger und Claudia Pechstein? Vierte und Fünfte zum Auftakt über 3000 Meter. Die Bilder von ihren langen Gesichtern füllten am Tag danach ganze Zeitungsspalten.

Der Finne Manninen feierte vor Turin frühzeitig den Sieg im Gesamtweltcup der Nordischen Kombination, nachdem er die Konkurrenz über Wochen hinweg dominiert hatte. Beim Saisonhöhepunkt kämpfte er - wieder einmal - mit einer unerklärlichen Blockade. "Ich weiß nicht, was los ist", sagte er mit versteinerter Miene nach seinem achten Platz.

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