„Es ist realistisch, um einen Podiumsplatz zu kämpfen“
T-Mobile zurück in der Realität

Das Team T-Mobile hat seine Erwartungen an das Tour-Abschneiden seiner Stars der Realtität angepasst. An einen Sieg von Jan Ullrich glaubt die Teamleitung offenbar nicht mehr. "Es ist realistisch, um einen Podiumsplatz zu kämpfen", revidiert Teamchef Mario Kummer das ursprünglich gesteckte Ziel vom Gewinn der diesjährigen Schleife.

HB MONTPELLIER. T-Mobile übt sich in neuer Bescheidenheit, die Stimmung ist beinahe auf dem Nullpunkt. Die Bilanz der bisherigen 13 Tour-Tage fällt trotz des Tagessieges durch Alexander Winokurow in Briancon ernüchternd aus. Die Perspektive vor den Etappen durch die Pyrenäen macht nicht unbedingt Mut. Die Atmosphäre beschrieb Mario Kummer am Donnerstag so: "Im Allgemeinen haben wir gute Stimmung."

"Wir haben Platz neun, zehn und zwölf - sicherlich hatten wir uns zum Tourstart ein bisschen mehr ausgerechnet", umschrieb der zukünftige Manager Olaf Ludwig die Situation diplomatisch zurückhaltend. "Was soll ich darauf antworten?", fragte der scheidende Mann an den Schalthebeln, Walter Godefroot, auf die Frage: "Gewinnt Jan Ullrich noch ein Mal die Tour de France?"

Der nimmermüde Lance Armstrong, umringt wie immer von einem "Dream-Team", hat die Ullrich-Mannschaft auf seiner Abschieds-Tour auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es sei wegen der Gegebenheiten "unrealistisch zu sagen: Wir greifen Armstrong an", meinte Kummer, und Teamarzt Lothar Heinrich brachte den gravierenden Unterschied zwischen dem ewigen Herausforderer und dem ewigen K.o- Sieger aus Texas auf einen einfachen Nenner: "Jan hat nur wenig schwache Tage, im Vergleich zu Lance aber immer einen mehr".

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