Evans Gesamtsieger
Ullrich auch im Zeitfahren chancenlos

T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich hat bei der Tour de Romandie auch im abschließenden Zeitfahren über 20,4 km mit einer Zeit von 28:47 Minuten keine Rolle gespielt.

HB LAUSANNE. Die 60. Auflage dieser Rundfahrt in der Schweiz endete am Sonntag in Lausanne mit dem Gesamtsieg des 29-jährigen Australiers Cadel Evans vom belgischen Team Davitamon-Lotto, der den Erfolg mit einem Sieg im abschließenden Zeitfahren in 26:19 Minuten sicherte. Mit diesem furiosen Finale überholte er die vor ihm liegenden Spanier Alberto Contador sowie Alejandro Valverde. Hinter diesem Trio belegte Jörg Jaksche (Kitzbühel/Österreich) als bester Deutscher Rang vier. Er büßte als Sechster des Zeitfahrens 50 Sekunden auf Evans ein.

Da nur noch 127 Fahrer das Zeitfahren in Angriff nahmen, musste Ullrich mit 47:55 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung nur auf dem siebtletzten Platz frühzeitig zum Kampf gegen die Uhr ran. Wie schon beim Prolog büßte er mit 2:28 Minuten auf den Sieger wieder viel Zeit ein. Am Vortag hatte er bei drei Bergwertungen frühzeitig abreißen lassen müssen und zu seinen 22 Minuten weitere 25:48 Minuten Rückstand kassiert. „Ich bin zufrieden, dass Jan die Rundfahrt durchgestanden hat. Er ist weiter im Aufwind und wird ab 6. Mai den Giro in Angriff nehmen“, sagte der Sportliche Leiter Rudy Pevenage. Nach Kniebeschwerden präsentierte sich Ullrich bei seinem verspäteten Saisoneinstieg noch weit von der Tour-Form entfernt und nutzte das Traditionsrennen zum weiteren Formaufbau. Im Vordergrund standen bei ihm das Einrollen und Kilometer sammeln. „Ich bin gut durchgekommen. Es war sehr hart mit den vielen Höhenmetern, aber auch ein sehr gutes Training. Dass ich den schweren Tag geschafft habe, tut mir gut und stimmt mich positiv“, sagte Ullrich nach der Königsetappe am Samstag in Sion.

Nachdem Giro-Sieger und Prolog-Gewinner Paolo Savoldelli (Italien) wegen einer Durchfall-Erkrankung zur Samstag-Etappe nicht mehr angetreten war, fehlte beim Zeitfahren auch Etappensieger Robbie McEwen (Australien). Der Kolumbianer Ivan Parra gewann das Bergtrikot, der Schweizer David Loosli das Trikot des besten Sprinters.

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