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"Evergreen" stimmt Fans auf die neue Saison ein

Die deutschen Handball-Fans werden mit dem Supercup-Finale zwischen dem Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt und dem deutschen Meister THW Kiel auf die neue Saison eingestimmt. Beide Teams kämpfen um den ersten Titel.

Wenn der deutsche Handball-Meister im Supercup auf den Pokalsieger trifft, geht es nicht nur um den ersten Titel der neuen Saison. Vielmehr werden die euphorischen Fans auf die neue Saison eingestimmt. Der Klassiker zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt heute Abend (20.00 Uhr/live im DSF) in der Münchner Olympiahalle verspricht Spannung pur.

Finale erfährt großen Fan-Zuspruch

"Unser strategisches Marketingziel ist es, Handball in große Metropolen zu holen und zu zeigen, dass Handball dort funktioniert", sagt HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Mit Kiel und Flensburg habe man dabei "Handball-Botschafter erster Güte", die mit einem "Fest" in der voraussichtlich mit 10 000 Zuschauern ausverkauften Halle "Anreize für Unternehmen schaffen können, in München in Handball zu investieren." Die einzigen Münchner Bundesligisten waren der Mtsv Schwabing und Ex-Europapokalsieger TSV Milbertshofen. Beide Vereine existieren inzwischen nicht mehr.

Bohmann und mit ihm die HBL hoffen, dass das Supercup-Duell den aktuellen Handball-Boom weiter fördert, ehe die Bundesliga und die WM 2007 in Deutschland dazu beitragen, die Position als Sportart Nummer zwei hinter "König Fußball" zu manifestieren. "Gemeinsam werden Verband und Liga die Gunst der Stunde nutzen", verspricht er.

Gagen-Streit vorzeitig beendet

Erleichtert zur Kenntnis dürfte die HBL deshalb auch genommen haben, dass der Streit um die Gagen für beide Teams bereits zwei Wochen vor der Partie beigelegt wurde. Statt wie zunächst geplant 15 000 Euro für den Sieger werden Kiel und Flensburg nun je 20 000 Euro kassieren - und sich auf den sportlichen Reiz der ewig jungen Paarung konzentrieren.

"Der Supercup ist eine wichtige Standortbestimmung für uns", meint Kiels Manager Uwe Schwenker. "Unser Trainer grantelt im Moment noch ein bisschen, weil das Team mit fünf Neuen noch nicht richtig harmoniert", ergänzt er. Dennoch soll gegen den Erzrivalen ein Sieg her. "Seit dem Titelgewinn 2002 haben wir nicht mehr gegen Flensburg gewonnen. Ich hoffe, dass uns nun auf süddeutschem Terrain ein Erfolg glückt", sagt Schwenker.

Holpert verspricht Kiel einen heißen Tanz

Sein Gegenüber Thorsten Storm macht Schwenker jedoch wenig Hoffnung. "Unsere Mannschaft spielt sehr gerne gegen Kiel", sagt er: "Es gibt vier Titel zu gewinnen. Der erste ist der Supercup - und den wollen wir holen." Torhüter Jan Holpert ergänzt, Kiel sei zwar "personell noch etwas besser besetzt", verspricht dem Nachbarn aber einen heißen Tanz. "Unsere Spiele sind stets dynamisch, hektisch und spannend. Es wird hart zur Sache gehen", prophezeit der 37-Jährige.

Als ehemaliger Torhüter des TSV Milbertshofen ist Holpert indes überzeugt davon, dass das Experiment Spitzenhandball in München ein Erfolg wird. "Zuerst habe ich mich etwas gewundert, weil es in Bayern keinen Bundesligaverein mehr gibt", bekennt er: "Aber die Nachricht, dass der Kartenvorverkauf so gut lief, ist umso schöner. Ich freue mich riesig."

© SID

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