Ex-Stabhochsprungstar: Mitstreiter reagieren schockiert

Ex-Stabhochsprungstar
Lobinger kämpft gegen Leukämie

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Mitstreiter reagieren schockiert

Nach seiner Karriere arbeitete er vier Jahre lang als Athletiktrainer bei den Fußballern von RB Leipzig. 2016 kehrte er aus privaten Gründen mit seiner Familie nach München zurück. Dort baut Lobinger derzeit ein funktionelles Trainingszentrum auf und hat sich als Athletiktrainer für Spitzensportler spezialisiert. „Alles Gute und viel Kraft Tim“, twitterte RB Leipzig.

Ende des vergangenen Jahres meldete sich Lobinger noch voller Tatendrang. Einige Wochen später verschob der viermalige Olympia-Teilnehmer und 15-malige deutsche Meister ein Telefon-Interview, weil er mit Fieber im Bett lag. „Unmittelbar nach der Diagnose der Krankheit im März wurde die stationäre Behandlung eingeleitet, die mehrere Chemotherapien und eine kommende Stammzelltransplantation umfasst“, ließ Lobinger nun mitteilen. Zu weiteren Details will er sich nicht äußern. Genauso wenig möchte er, dass über seine Krankheit spekuliert wird. Deshalb machte er sie nun öffentlich.

Bei Freiluft-Europameisterschaften hat Lobinger, der in Rheinbach geboren ist und unter anderem für Bayer Leverkusen, den ASV Köln und die Stadtwerke München startete, drei Medaillen gewonnen: Silber 1998 in Budapest und 2006 in Göteborg sowie Bronze 2002 in München. 1997 sprang er in Köln-Müngersdorf deutschen Rekord mit 6,00 Metern. Erst 2012 hatte der Olympia-Zweite Björn Otto diese Marke um einen Zentimeter übertroffen.

„15 Jahre lang sind wir zusammen durch die Welt gereist, deshalb hat mich die Nachricht total geschockt“, sagte sein früherer Kollege und Konkurrent Danny Ecker. „Was ich jetzt tun kann, das ist nur, Tim die Daumen zu drücken, ihm viel Kraft und Mut und gute Besserung zu wünschen“, meinte der ehemalige Weltklasse-Stabhochspringer von Bayer Leverkusen.

Verwehrt blieb Lobinger eine Medaille bei Olympischen Spielen und Freiluft-Weltmeisterschaften. 2011 ehrte der DLV den Stabhochspringer bei den nationalen Titelkämpfen in Kassel mit dem Rudolf-Harbig-Preis. Seitdem trieb er seine berufliche Karriere weiter voran. Sein Kampfgeist und seine Physis als langjähriger Leistungssportler, das hofft Lobinger, wird ihm auch in der nun so schwierigen Situation helfen.

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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