Ex-Tennis-Star
Navratilova bricht Kilimandscharo-Besteigung ab

Aus gesundheitlichen Gründen musste Tennis-Idol Martina Navratilova ihre Kilimandscharo-Exkursion abbrechen. Die ungewohnte Höhe und starke Schneestürme hatten zum Abbruch geführt.

Tennislegende Martina Navratilova ist auf ihrem Weg zum Gipfel an den Naturgewalten gescheitert. Die 54-Jährige brach am Freitag ihren Aufstieg zum Gipfel des knapp 6 000 Meter hohen Kilimandscharo im Nordosten von Tansania aus gesundheitlichen Gründen ab. Auf Anraten der Teamärztin verließ sie die Gruppe der 28 Bergsteiger und wurde von Bergführern zurück ins Basis-Camp gebracht. Navratilova war vor dem Anstieg am 6. Dezember von den Ärzten gesundheitliche Unbedenklichkeit bescheinigt worden.

Die Gruppe hatte das Horombo-Camp in 4 500 Metern Höhe erreicht. Martina Navratilova hatte aber schon seit Wochenbeginn Probleme, sich an das Klima zu gewöhnen. Hinzu kamen für die Jahreszeit ungewöhnliche Schneestürme und kalte Nebel, die der Gruppe stark zu schaffen machten.

Rest der Gruppe setzt Aufstieg fort

Die verbleibenden Mitglieder der Gruppe mit dem Laureus-Botschafter und dreimaligen Paralympic-Champion Michael Teuber setzten den Aufstieg fort. Ihre Ankunft auf dem Gipfel des Kilimandscharo soll am Samstag (11. Dezember) sein.

Gemeinsam mit dem Radsportler Teuber wollte die frühere Weltranglistenerste und einstige Rivalin von Steffi Graf, die in ihrer Karriere 167 Einzeltitel und 177 Turniererfolge im Doppel feierte, Spendengelder für die Laureus Sport for Good Foundation sammeln. Die Stiftung unterstützt kommunale Sportprojekte rund um den Globus und hat so dazu beitragen, die Lebensumstände von mehr als einer Million junger Menschen zu verbessern.

Der Kilimandscharo wird von den Alpinisten als ein einfacher Berg bezeichnet. Für die Besteigung ist keinerlei technische Ausrüstung erforderlich, kein Seil, kein Pickel, kein Steigeisen. Es führen Wanderwege hinauf, die auch von jedem Nichtalpinisten gemeistert werden können. Abstürzen kann man nicht.

Das Problem ist die Höhe. Innerhalb von wenigen Tagen gelangt man von 1000m auf fast 6000m hinauf. Eine viel zu kurze Zeit, um den Körper daran zu gewöhnen. Auf 6000m Höhe enthält die Atmosphäre etwa halb so viel Sauerstoff wie auf Meereshöhe. Es droht die Höhenkrankheit in Form von Lungenödem und Hirnödem. Tritt sie auf, muss sofort der Abstieg begonnen werden, oder der Körper muss mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%