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Experten haben Armstrong auf dem Zettel

Lance Armstrong gilt auch unter den Radsport-Experten als klarer Favorit auf den Tour-Sieg 2005. "Ich sehe niemanden, der Armstrong daran hindern kann", meint etwa Eddy Merckx. Einzig Rudi Altig setzt auf Jan Ullrich.

Wenn in Fromentine am Samstag der Startschuss zur 92. Tour de France erfolgt, sind sich die Experten weitestgehend einig: Das begehrte "Maillot jaune" des Gesamtersten wird auch 2005 in Paris an Lance Armstrong übergeben werden. "Ich sehe niemanden, der Armstrong daran hindern kann, die Tour zu gewinnen - außer es passiert ein Unfall", prophezeit der fünfmalige Tour-Sieger Eddy Merckx für die 3 607 Kilometern bis in die französische Hauptstadt erneut eine einseitige Angelegenheit.

Auch Hinault und Cipollini sind sich einig

Zu dominant war in den letzten Jahren die Vorstellung des Texaners. Kaum einer glaubt, dass sich daran etwas bei der Abschiedsvorstellung von Armstrong - der 33-Jährige begibt sich nach der Tour in den Ruhestand - etwas ändern wird. So sieht es auch der fünfmalige Tour-Sieger Bernard Hinault, und auch der zurückgetretene Ex-Weltmeister Mario Cipollini zweifelt nicht am Triumph des "Patron" vom Team Discovery Channel.

An den Wettschaltern wäre dementsprechend bei einem siebten Tour-Sieg von Armstrong kein großes Geld zu verdienen. Und sogar die deutschen Radsport-Fans sind skeptisch. Nur rund ein Viertel der Bundesbürger traut laut einer Forsa-Umfrage Jan Ullrich zu, seinen Tour-Sieg aus dem Jahr 1997 zu wiederholen. Einer der wenigen Optimisten ist der frühere deutsche Radstar Rudi Altig: "Wenn Jan fit bleibt, hat Armstrong keine Chance. Durch seine Ankündigung, nach der Tour aufzuhören, ist Armstrong im Kopf nicht ganz frei."

Fans gönnen Ullrich den Sieg

Geht es nach den Sympathien, so wünschen sich die Radsport-Fans - egal ob in Frankreich oder Deutschland - dass Ullrich im letzten Gefecht die Oberhand behält. Armstrong wird geschätzt, aber keineswegs geliebt. Dem ist sich der Weltmeister von 1993 auch bewusst: "Ich bin Realist. Keiner der Leute wird über das Wasser gehen. Das ist aber auch normal. Die Tour findet in Europa statt, und da wollen die Fans auch ihre Leute siegen sehen."

Nicht nur an der Strecke, auch im Peloton ist die Stimmung ähnlich. Als Ullrich 2003 beim Zeitfahren in Cap Decouvert Armstrong eine empfindliche Niederlage zufügte und am Thron des Amerikaners rüttelte, klopften die Kollegen dem Deutschen auf die Schulter. So wünscht es sich auch Danilo di Luca, der die Protour-Gesamtwertung anführt, auf einen Frankreich-Start aber verzichtet hat: "Lance ist natürlich der Favorit, aber ich würde mein Geld auf Ullrich wetten. Er hat mir bei der Tour de Suisse sehr gut gefallen und wird es Armstrong sehr schwer machen."Ähnlich sieht es der fünfmalige Tour-Gewinner Miguel Indurain, der Ullrich fast schon traditionell die Daumen drückt.

Didi Thurau setzt auf Basso

Einen Außenseiter hat Didi Thurau, der deutsche Tour-Held von 1977, auf der Rechnung: "Ich setze auf Basso. Er hat mir beim Giro d´Italia sehr gut gefallen, vor allem im Zeitfahren hat er sich verbessert. Ullrich war, meiner Meinung nach, bei der Tour de Suisse nicht spritzig genug." So gelten CSC-Kapitän Ivan Basso (Italien), Tour-Vierter 2004, und Ullrichs Teamkollege Alexander Winokurow (Kasachstan) zu den am meisten gehandelten Geheimfavoriten auf das Gelbe Trikot.

© SID

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