Fans müssen sich nach der Fußball-WM auf Preissteigerungen einrichten: Immobilienfonds stellt Weichen zur Rettung des BVB

Fans müssen sich nach der Fußball-WM auf Preissteigerungen einrichten
Immobilienfonds stellt Weichen zur Rettung des BVB

Der Immobilienfonds Molsiris versucht, das Sanierungskonzept des Bundesligisten Borussia Dortmund zu unterstützen.

DÜSSELDORF. Dem Fonds gehört das Westfalenstadion. In einem Schreiben an seine Zeichner, das dem Handelsblatt vorliegt, kündigt die Commerzbank-Leasing-Tochter an, für die Änderungen zu stimmen, die der BVB im Rahmen seiner Rettungsmaßnahmen vorgeschlagen hat. Allerdings besitzt Molsiris nur 100 von rund 89 730 Stimmen. Die Sitzung der Fondsanteilseigner findet am 14. März in Düsseldorf statt. Es müssten dann 75 % des Kapitals zustimmen. Das Konzept sieht vor, den Anlegern rund 48 % der investierten Gelder direkt zurückzuzahlen. Ausschüttungen auf die verbleibende Summe würde es erst ab 2007 wieder geben, dann aber kündigt Molsiris Renditen im zweistelligen Prozentbereich an. Aus einem Protokoll der Molsiris-Gesellschafterversammlung vom September 2004 geht außerdem hervor, dass die Borussia schon im Jahr 2003 seine Miete nicht immer pünktlich zahlte.

Original-Dokument: Das Molsiris-Schreiben an die Zeichner des Immobilienfonds

Sollte der BVB so gerettet werden, müssen sich die Fans auf Preissteigerungen gefasst machen. Die Kalkulation sieht eine Stadionauslastung auf derzeitigem Niveau vor. Nach der WM 2006 kalkuliert der BVB mit höheren Einnahmen aus dem Ticketverkauf: Von rund 20 Mill. Euro 2008/09 sollen die Einnahmen ein Jahr später auf 21 Mill. Euro steigen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Club mit 18 Mill. Euro. In einem Schreiben an die Molsiris-Zeichner betont die BVB-Geschäftsführung, es gebe keine Alternative zum Sanierungskonzept: "Die Zukunft des BVB liegt nunmehr in Ihrer Hand."

Thomas Knüwer
Thomas Knüwer
Handelsblatt / Reporter
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