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Fasth holt EM-Titel am dritten Extraloch

In einem spannenden Stechen gegen Angel Cabrera aus Spanien hat sich der Schwede Niclas Fasth den Sieg bei der Europameisterschaft auf Gut Kaden gesichert. Bernhard Langer spielte groß auf und wurde geteilter Fünfter.

Bernhard Langer kann nach wie vor in der Weltspitze der Golfer mithalten. Der "Dauerbrenner" hat seinen ersten Sieg auf der Europa-Tour seit 987 Tagen nur knapp verpasst, aber bei der Europameisterschaft auf Gut Kaden seine nationale Vormachtstellung eindrucksvoll untermauert. Der 47-jährige Anhausener, der erstmals seinen 15 Jahre alten Sohn Stefan (Handicap 1) in einem Turnier als Caddie zur Seite hatte, belegte nach einem 36-Loch-Marathon am Sonntag auf dem Par-72-Platz im schleswig-holsteinischen Alveslohe mit 277 Schlägen (72+68+69+68) den geteilten fünften Platz. Langer wiederholte damit seine hervorragende Platzierung aus der Vorwoche bei der British Open in St. Andrews.

"Ich habe über weite Strecken fehlerfreies Golf gespielt. Diese beiden Wochen haben mir gezeigt, dass ich noch Turniere gewinnen kann. Dafür muss aber mein Putten besser werden. Stefan hat seinen Job prima gemacht", sagte der zweimalige Kaden-Sieger Langer (1992 und 1995), der als einer von nur zwei deutschen Profis am Samstag den Cut der besten 50 und schlaggleichen Spieler geschafft hatte und zwischenzeitlich sogar in Führung gelegen hatte.

Fasth sticht Cabrera aus

Während Langer für sein viertes Top-10-Resultat des Jahres 109 230 Euro kassierte, holte sich Niclas Fasth am dritten Extraloch des Stechens gegen den Argentinier Angel Cabrera den Siegerscheck über 550 000 Euro und die fünfjährige Spielberechtigung für die Tour. Nachdem Fasth und Cabrera mit jeweils 274 Schlägen im Klubhausen waren, machte der Skandinavier mit einem Birdie im Play-off an der 18 seinen dritten Erfolg auf der Europa-Tour und den zweiten der Saison nach dem Sieg in Neuseeland perfekt. Gemeinsam landeten John Daly (USA) und Stephen Gallacher (Schottland) mit 276 Schlägen auf Rang drei.

Der Ratinger Marcel Siem, der vor den beiden Schlussrunden am Sonntag noch aussichtsreich auf Platz sieben lag, fiel mit zwei 72er-Runden zurück und wurde am Ende 20.. "Der Doppel-Bogey am Sonntagmorgen auf der zehn hat mir das Genick gebrochen. Das habe ich strategisch falsch gespielt, danach lief nicht mehr viel zusammen", sagte der mit 39 600 Euro entlohnte 25-Jährige, der dennoch unter Beweis stellte, dass er seinem ersten Toursieg aus dem Vorjahr in Johannesburg weitere Großtaten folgen lassen kann.

© SID

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