FC Bayern besiegt Bremen im Spitzenspiel
Bayern und Schalke marschieren

Am 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat Bayern München im Spitzenspiel gegen Werder Bremen die Tabellenführung verteidigt. Verfolger Schalke 04 bleibt nach dem Sieg im Ruhrderby beim VfL Bochum weiter in Lauerstellung.

HB BERLIN. Tabellenführer Bayern München und Verfolger Schalke 04 bleiben in der Fußball-Bundesliga weiter im Gleichklang an der Tabellenspitze. Die Münchner nahmen nach den Siegen in der Champions League und dem DFB-Pokal auch die schwere Hürde Werder Bremen und bleiben mit nunmehr 50 Punkten Spitzenreiter der Liga. Verfolger Schalke 04 gab sich gegen den VfL Bochum keine Blöße und bleibt dem Rekordmeister punktgleich dicht auf den Fersen.

Im Abstiegsduell mit dem FSV Mainz 05 verpasste es der SC Freiburg, den Abstand zum rettenden Ufer zu verkürzen und unterlag verdient mit 0:5 (0:3). Nach der Schlappe rutschten die Breisgauer sogar auf den letzten Tabellenplatz. Im Kampf um die Uefa-Cup-Plätze schaffte der Hamburger SV einen wichtigen Schritt nach vorne: Gegen Bayer Leverkusen feierten die Hanseaten ihren achten Heimsieg und schafften damit für zumindest 24 Stunden den Sprung auf den fünften Platz. Leise Hoffnungen auf den Klassenerhalt dürfen sich die Rostocker machen. Bei Hannover 96 gewannen die schon fast abgestiegenen Mecklenburger mit 1:0 (1:0).

Bayern München - Werder Bremen 1:0 (1:0)

Nachdem die Bayern-Profis sich im Vorfeld immer wieder Fragen zum Werder-Sieg im Olympiastadion aus der Vorsaison gefallen lassen mussten, ging der Rekordmeister vom Anpfiff weg engagiert zur Sache. Die Partie hatte noch nicht richtig begonnen, da musste Werder-Schlussmann Andreas Reinke bereits hinter sich greifen: Michael Ballack köpfte nach einer Frings-Ecke zur 1:0-Führung für den Tabellenführer ein (7.). Erst nach 26 Minuten prüfte die Schaaf-Elf Bayern-Keeper Oliver Kahn ernsthaft, doch der Freistoß von Valerien Ismael stellte den Nationaltorhüter vor keine größeren Probleme.

In der zweiten Hälfte konnten sich die Bayern beim Bremer Dauerdruck kaum aus der eigenen Hälfte befreien und mussten in der Defensive einige brenzlige Situationen überstehen. Am Ende feierten die Münchner den etwas glücklichen zehnten Heimsieg.

VfL Bochum - Schalke 04 0:2 (0:1)

Von der herben 0:4-Schlappe vom vergangenen Wochenende bei Werder Bremen unbeeindruckt, spielten die abstiegsbedrohten Bochumer gut mit. Doch die routiniert aufspielenden Gäste gingen nach einer halben Stunde in Führung: Nach einem Einwurf nahm Angreifer Ailton den Ball an der Strafraumgrenze mit der Brust an und zog zum 1:0 ab. Für den Brasilianer war es das 100. Bundesligator.

Das schlechte Niveau der Partie wurde auch im zweiten Durchgang kaum besser. In der 77. Minute traf schließlich Lincoln zum letztlich nicht unverdienten 2:0 für den Titelanwärter.

Mainz 05 - SC Freiburg 5:0 (3:0)

Im Abstiegsduell präsentierten sich die Gäste aus dem Breisgau zunächst aktiver als die Hausherren. Doch wie schon bei der deftigen 0:7-Klatsche im Pokal gegen Bayern München geriet die Finke-Elf schon früh in Rückstand. Fabian Gerber beendete die Torflaute der Mainzer und verwandelte die erste nennenswerte FSV-Chance zur 1:0-Führung (23.). Keine drei Minuten später erhöhte dann Innenverteidiger Manuel Friedrich mit seinem ersten Bundesligator auf 2:0. Nach dem von Mohammad verursachten Foulelfmeter, den Christof Babatz sicher verwandelte (43.), war die Partie bereits vor der Pause entschieden.

Antonio da Silva erzielte in Hälfte zwei das 4:0 (71.), ehe Michael Thurk den Gästen das zwölfte Gegentor binnen drei Tagen einschenkte (82.).

VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld 2:1 (0:0)

Die seit Wochen strauchelnden Stuttgarter drängten die Gäste früh in die eigene Hälfte, doch zählbares sprang für die Mannschaft von Trainer Matthias Sammer zunächst nicht heraus. Die Bielefelder beschränkten sich fast ausschließlich auf die Defensive und blieben im Angriff fast ohne Durchschlagskraft.

Doch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte wurde die Feldüberlegenheit des VfB belohnt: Kapitän Zvonimir Soldo verlängerte einen Hleb-Freistoß zum überfälligen Führungstreffer in die Maschen der Arminia (47.). Eine gute Viertelstunde später lupfte dann Cacau zum 2:0-Endstand ins verwaiste Tor der Bielefelder. Im direkten Gegenzug kamen die Gäste durch einen von Isaac Boakye verwandelten Foulelfmeter noch einmal heran (76.), doch zum Ausgleich reichte es für die Ostwestfalen nicht mehr.

Hamburger SV - Bayer Leverkusen 1:0 (1:0)

Benjamin Lauth durfte beim Hamburger SV erstmals von Beginn an auflaufen, was dem Offensivspiel der Hanseaten sichtbar zu Gute kam. In einer schwachen ersten Halbzeit brachte dann Abwehrspezialist Daniel van Buyten den HSV in Führung. Nach einer Ecke köpfte der Belgier zu seinem fünften Saisontreffer und dem 1:0 ein (22.).

Leverkusen fand in der zweiten Hälfte dann besser ins Spiel und hatte auch Chancen zum Ausgleich. Am Ende durften sich die Hamburger über den nicht unverdienten Heimsieg freuen, mit dem der Sprung auf Platz fünf gelang. Mehr zum Spiel...

Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 1:0 (0:0)

Im Borussia-Park sahen die Zuschauer eine zerfahrene Partie, in der beide Mannschaften vor der Pause jeweils nur eine Torchance zu verzeichnen hatten. Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff vergab Oliver Neuville die größte Chance für Gladbach, als der Angreifer frei vor Simon Jentzsch verzog.

Auch in der zweiten Hälfte wurde das Spiel nicht besser, so dass es lange Zeit nach einer Punkteteilung aussah. Doch drei Minuten vor dem Ende erzielte Vaclav Sverkos mit einem Kabinettstückchen den Treffer des Tages.

Hannover 96 - Hansa Rostock 0:1 (0:1)

Die schon fast abgestiegenen Rostocker spielten gut mit in der AWD-Arnea und gingen durch Rade Prica (28.) nicht unverdient in Führung. Hannover brachte im Spielaufbau nur wenig zu Stande und blieb vor dem gegnerischen Strafraum zu einfallslos.

Hannover drängte in den zweiten 45 Minuten vermehrt auf den Ausgleich, doch der Ausgleichstreffer bleib den Niedersachsen verwehrt. Die Haneaten gaben durch den Sieg die «Rote Laterne» an den SC Freiburg ab.

Hertha BSC - 1. FC Kaiserslautern

Zum zweiten Mal hintereinander genießt Hertha Heimrecht. Nach dem 4:1-Sieg gegen den Hamburger SV soll die Bilanz im Olympiastadion weiter stabilisiert werden. Ein Sieg über die Pfälzer würde den dritten Heimsieg im eigenen Haus bedeuten - für die vor allem auswärtsstarken Berliner kein Selbstrenner. Die Statistik gegen Kaiserslautern weist ebenfalls einen Triple-Sieg in Folge aus. Allerdings fehlt dem Tabellenvierten seine Kreativkraft im Mittelfeld. Der Türke Yildiray Bastürk fehlt wegen seiner Rot-Sperre. Dem FCK fehlen in Berlin Abwehrspieler Ingo Hertzsch und Mittelfeldakteur Marco Engelhardt (beide 5. Gelbe Karte).

1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund (beide Spiele Sonntag, 17.30 Uhr)

Der in der Vorrunde noch so gut dahstehende Aufsteiger aus Nürnberg ist in der Rückrunde böse abgestürtzt. In den sechs Partien nach der Winterpause holte der «Club» nur einen Sieg (4:2 in Stuttgart), ansonsten setzte es nur Pleiten. Der frühere Dortmunder Lars Müller beschwört nun die Wende: «Wir legen den Schalter um, wir müssen es einfach tun.»

Die Spieler des finanziell angeschlagene BVB machen bei der Dienstfahrt eine neue Erfahrung. Erstmals in der Saison reist die Borussia mit dem Bus in die Ferne und nicht wie sonst mit dem Flugzeug. Nicht dabei sein wird Stümrmer Jan Koller, der noch an einer Lungentzündung leidet. Beim letzten Spiel im Bundesland Bayern setzte es eine 0:5-Klatsche beim FC Bayern. In Nürnberg soll nun an die ansprechende Leistung vom 3:0-Sieg gegen Mainz 05 angeknüpft werden.

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