„FC Bayern des Eishockeys“ droht Verpassen der Play-Offs
Eishockey-Klubs sind sich bedrohlich nah

Vor den vielen Weihnachtsspielen in der Deutschen Eishockey-Liga sind die Top-Teams eng zusammengerückt. Nur Mannheim mit neuem Trainer steht unter großem Druck.

Pierre Pagé liebt die Analyse. Als Statement zum Spiel erbetene Antworten geraten ihm häufig zu einer Gesamtbetrachtung der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), in der der 57-jährige Kanadier den EHC Eisbären Berlin in der vergangenen Saison zu seinem ersten Meistertitel gecoacht hat. Auch am Dienstagabend mochte er nicht über das Spiel seiner Mannschaft bei den Nürnberg Ice Tigers sprechen, das trotz auf beiden Seiten glänzender Leistungen torlos geblieben und erst im anschließenden Penaltyschießen zu Gunsten der Eisbären entschieden worden war.

Stattdessen packte Pagé den Status quo der DEL, die sich gerade zur Weihnachtszeit einem anstrengenden Programm hingibt, in treffende Worte: „Schon vor zwei Monaten habe ich gesagt, dass Nürnberg eine sehr gute Mannschaft ist. Köln hatte zuletzt eine Serie von 13 Siegen, wir haben zehnmal hintereinander gewonnen, auch Nürnberg und Frankfurt machen viel Druck. Ingolstadt hatte viel Vorsprung, elf Punkte, aber jetzt sind wir wieder dran. Die DEL hat zwar in diesem Jahr nicht so viele erstklassige Spieler, aber die Liga ist sehr interessant.“

Tatsächlich ist die Spitzengruppe rechtzeitig zu den Feiertagen wieder eng zusammengerückt, nachdem der ERC Ingolstadt die übrige Konkurrenz zuvor überraschend deutlich dominiert hatte. Doch zuletzt hatte das Team von Trainer Ron Kennedy ein kleines Tief heimgesucht, hervorgerufen durch Ausfälle und Sperren wichtiger Spieler.

So sind Pagé und die Eisbären den Oberbayern wieder bis auf einen Punkt nahe gekommen. Der Titelverteidiger hatte nach dem Gewinn der Meisterschaft das im Spitzensport seltene Experiment gewagt, trotz zahlreicher Abgänge ohne Neuzugänge in die Saison zu starten. Stattdessen vertraute der Klub in die eigene Nachwuchsabteilung, die jährlich mit 300 000 Euro gefördert wird. „Nicht jeder junge Spieler schaffte es, den Anforderungen der DEL gerecht zu werden. Aber wir konnten sehen, wer schon so weit ist“, sagt Manager Peter John Lee, für den es sich in diesen Tagen zum zehnten Mal jährte, erst als Spieler, später als Trainer und nun als Manager im Ostteil der Hauptstadt zu arbeiten.

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