FC Bayern sieht Borussia auf guten Weg: Borussia einigt sich mit Gläubigern

FC Bayern sieht Borussia auf guten Weg
Borussia einigt sich mit Gläubigern

Die Gläubiger des angeschlagenen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund haben dem Sanierungskonzept zur Rettung des Vereins zugestimmt. Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge wird dem Verein keine Hilfe anbieten. Das wollten die Dortmunder Fans auch nicht.

HB BERLIN. Der FC Bayern wird den angeschlagenen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund (BVB) nicht unterstützen. "Wir können keine Hilfsmaßnahmen treffen", sagte der Chef des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, am Samstagabend nach dem Spiel gegen den BVB. Das wollten die Dortmunder auch gar nicht.

"Wir können keine Hilfsmaßnahmen treffen", sagte Rummenigge angesichts der desolaten Finanzlage des Vereins. Die Fans seien da sehr sensibel. Sie wollten von einem "Erzfeind wie Bayern München oder gar Schalke 04", keine Hilfe, fügte er hinzu. Die Borussia sei nach den eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen "auf einem guten Weg, wieder aus dem Schlamassel herauszukommen".

Am Freitagabend hatten die Gläubiger des BVB dem Sanierungsplan zur Rettung des Vereins zugestimmt. Die Gläubiger einigten sich nach Angaben der Borussia auf einen Kompromiss. Demnach wird bis zum Geschäftsjahr 2006/07 ein Zins- und Tilgungsmoratorium für Altkredite der Finanzgläubiger eingeräumt. Zudem stellen die wesentlichen Finanzgläubiger kurzfristig frisches Geld zur Verfügung. Die Einigung steht allerdings noch unter dem üblichen allseitigen Gremienvorbehalt, der bis etwa Mitte nächster Woche erfüllt werden soll.

«Ein erster Etappensieg ist uns damit gelungen. Entscheidend wird jetzt allerdings sein, dass auch die Gesellschafterversammlung des Immobilienfonds Molsiris dem Sanierungsplan zustimmt. Die Zustimmung ist unabdingbar für die Realisierung unseres Sanierungskonzeptes», sagte Geschäftsführer Michael Meier. Die Borussia hatte das Stadion vor rund zwei Jahren an den Fonds verkauft und dann für 15 Millionen Euro jährlich zurückgeleast. Nur wenn 75 Prozent der insgesamt 5800 Fonds-Zeichner zustimmen, kann der BVB wie geplant Teile des Stadions im Tausch gegen ein verpfändetes Bardepot in Höhe von knapp über 50 Millionen Euro zurückkaufen.

«Wir befinden uns in konstruktiven Gesprächen», sagte die Sprecherin der CommerzbankLeasing Immobilien AG, Karolina Müller. Die Anteilseigner seien schriftlich darüber informiert worden, dass kurzfristig eine außerordentliche Gesellschafterversammlung einberufen werden soll. In dem Brief an die Fonds-Zeichner wies das Unternehmen darauf hin, dass der BVB die für 2005 fällige Stadionmiete bisher noch nicht gezahlt hat.

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