Fechten EM
Enttäuschender EM-Auftakt für Dfeb-Auswahl

Die Auswahl des Deutschen Fechter-Bundes (Dfeb) hat sich beim EM-Auftakt in Gent in schwacher Form präsentiert. Neben den Säbel-Herren schieden auch die Florett-Damen vorzeitig aus dem Turnier aus.

Der Deutsche Fechter-Bund (Dfeb) musste zum Auftakt der Europameisterschaften im belgischen Gent zahlreiche Rückschläge hinnehmen. Nach den Säbel-Herren verabschiedeten sich wenig später auch die Florett-Damen vorzeitig aus dem Turnier. Die Russin Eugenia Lamonowa holte Florett-Gold, der Spanier Jorge Pina gewann die Herrenkonkurrenz mit dem Säbel. In beiden Waffengattungen ruhen nun die Hoffnungen auf den Mannschaftswettbewerben am Donnerstag in der landern-Sport-Arena.

Die Tauberbischofsheimerinnen Caroline Golubytskyi und Anja Müller erreichten immerhin das Achtelfinale, schieden dann aber als letzte Deutsche aus. Golubytskyi unterlag Weltmeisterin Margherita Granbassi aus Italien deutlich 2:15. "Granbassi war eine Nummer besser als ich. Ich bin einfach sprachlos", sagte die enttäuschte Golubytskyi. Müller verlor gegen die Russin Eugenia Lamonowa mit 10:11 nach Verlängerung. Bereits in der Runde der letzten 32 waren ihre Vereinskolleginnen Katja Wächter und Melanie Wolgast gescheitert.

Säbel-Quartett verpasst Achtelfinale

Das deutsche Herren-Säbel-Quartett Dennis Bauer (Koblenz), Benedikt Beisheim, Nicolas Limbach (beide Dormagen) und Björn Hübner (Tauberbischofsheim) hatte zuvor bereits das Achtelfinale verpasst.

Pech hatte der hoch eingeschätzte Limbach, der in der Runde der letzten 32 gegen Olympiasieger Aldo Montano aus Italien mit 14:15 durch einen Videobeweis unterlag und als bester Deutscher auf Platz 21 kam. Bauer (33.), Beisheim (40.) und Hübner (41.) schnitten noch schlechter ab.

Ebenfalls mit 14:15 war Bauer in der ersten Runde der Direktausscheidung an dem Italiener Gianpiero Pastore gescheitert. Junioren-Weltmeister Beisheim und Hübner kamen erst gar nicht über die Vorrundengefechte hinaus. "Wir sind weit unter den Erwartungen geblieben", gestand Säbel-Bundestrainer Joachim Rieg.

"Weiß nicht, was los war"

Vor allem von Hübner und Limbach hatte der Coach mehr erwartet: "Björn stand neben sich. Das war schon enttäuschend. Nico hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er das bedeutend besser kann." Auch Hübner und Limbach haderten. "Ich weiß nicht, was los war. Es ging einfach gar nichts", sagte Hübner, und Limbach ergänzte selbstkritisch: "Die letzte Aktion hätte konsequenter kommen müssen, dann wäre es anders ausgegangen. Am Anfang war ich zu zurückhaltend."

Am Dienstag greifen in dem zweifachen Florett-Weltmeister Peter Joppich aus Koblenz sowie Benjamin Kleibrink aus Bonn die beiden derzeit besten deutschen Fechter ins Geschehen ein. Beiden wird der EM-Titel zugetraut, Minimalziel ist das Viertelfinale.

Bei der EM geht es außer um die kontinentalen Titel vor allem um Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Zudem gilt das Turnier als wichtige Generalprobe für die WM im Herbst im russischen St. Petersburg.

© SID

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