Fechten EM
Florett-Männern gelingt Gold-Coup

Dank eines knappen Finalsiegs gegen Russland (44:43) hat das deutsche Männer-Florett-Team bei der Fecht-EM Gold geholt. "Teamgeist und der unbedingte Wille der vier waren beeindruckend", sagte Bundestrainer Schreck.

Bei den Fecht-Europameisterschaften in Gent hat das deutsche Männer-Florett-Team das ersehnte erste Gold geholt. In der Besetzung Peter Joppich (Koblenz), Benjamin Kleibrink (Bonn), Christian Schlechtweg (Berlin) und Dominik Behr (Tauberbischofsheim) besiegte das deutsche Quartett einen Tag vor dem Abschluss der Titelkämpfe in Belgien im Finale Russland hauchdünn 44:43, nachdem es zuvor den Olympiasieger Italien (43:36) ausgeschaltet hatte.

"Die Jungs haben sich trotz des anfänglichen Rückstands nicht aus der Ruhe bringen lassen. Alle haben sich stark präsentiert, der Teamgeist und der unbedingte Wille der vier waren beeindruckend", sagte Bundestrainer Uli Schreck.

Benjamin Kleibrink ebnete den Weg

Im sechsten Gefecht startete Kleibrink gegen die Russen eine furiose Aufholjagd und brachte Deutschland mit einem Treffer in Führung. Schlechtweg, wiederum Kleibrink und Weltmeister Joppich brachten den Sieg nach Hause.

Kleibrink hatte schon am Dienstag überraschend Silber in der Florett-Einzelkonkurrenz gewonnen und auf dem Weg ins Finale unter anderem Weltmeister Joppich ausgeschaltet, der im Team-Wettbewerb im Semifinale gegen Italien überragender Mann auf der Planche war. "Er hat seine ganze Klasse unter Beweis gestellt. Ich möchte betonen, dass die ganze Mannschaft exzellent gefochten hat und ein großes Lob verdient", sagte der Bundestrainer: "Das taktische Konzept ist auch hier voll aufgegangen."

Damen enttäuschen mit Platz sieben

Die Degen-Damen, mit Medaillenhoffnungen angetreten, enttäuschten dagegen und landeten nur auf dem siebten Platz. Imke Duplitzer (Bonn), Claudia Bokel (Tauberbischofsheim), Britta Heidemann (Leverkusen) und Monika Sozanska (Heidenheim) besiegten zwar zum Auftakt Finnland deutlich mit 45:28, verloren aber dann überraschend ihr Viertelfinale gegen Polen 19:20.

"Ich bin enttäuscht. Wir haben unser Mindestziel, hier eine Medaille zu gewinnen, nicht erreicht", erklärte der Bundestrainer Manfred Kaspar. In der Platzierungsrunde unterlag das Quartett des Deutschen Fechter-Bundes (Dfeb) Rumänien 25:32 und gewann dann das Gefecht um Rang sieben 45:32 gegen die Ukraine. Der Titel ging an Italien, das Ungarn 37:35 besiegte.

© SID

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