Fechten National
Kleibrink kehrt OFC Bonn den Rücken

Fecht-Olympiasieger Benjamin Kleibrink wechselt vom OFC Bonn zum FC Tauberbischofsheim. Der 23-Jährige hatte sich schon nach Olympia nach einem neuen Verein umgeschaut.

Der Wechsel von Fecht-Olympiasieger Benjamin Kleibrink vom OFC Bonn zum Konkurrenten FC Tauberbischofsheim ist perfekt. Dies gab TBB-Präsident Matthias Kleinert am Donnerstagabend bekannt. Kleibrink, der in Peking als erster Deutscher eine olympische Goldmedaille auf Florett gewann, hatte schon kurz nach seiner Rückkehr aus China mit einem Wechsel geliebäugelt. Neben einer fünfstelligen Summe soll der 23-Jährige eine monatliche Unterstützung sowie einen Medizin-Studienplatz in Würzburg erhalten.

Zuletzt war das Verhältnis zwischen dem Olympiasieger und seinem alten Verein, für den er seit 2003 an den Start ging, mehr als problematisch. Die OFC-Verantwortlichen hatten Kleibrink unprofessionelles Verhalten vorgeworfen, nachdem er den Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Bonn kurzfristig abgesagt hatte. Daraufhin hatte sich Kleibrink am Mittwochabend über seinen Anwalt vom Verein abgemeldet.

Kleibrink trainiert weiterhin am Bonner Olympiastützpunkt

Trotz seines Vereinswechsels wird Kleibrink weiter am Bonner Olympiastützpunkt unter Florett-Bundestrainer Ulrich Schreck trainieren. Für Weltcupturniere ist Kleibrink trotz seines Wechsels startberechtigt. Auf nationaler Ebene wird Kleibrink drei Monate gesperrt. Damit kann er seinen Titel bei den deutschen Meisterschaften Anfang Januar in Tauberbischofsheim nicht verteidigen.

© SID

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