Fechten WM
Fecht-WM: Limbach verpasst Gold

Nicolas Limbach hat eine erfolgreiche Titelverteidigung bei der Fecht-WM in Paris verpasst. Der Weltranglistenerste verlor im Finale gegen den Koreaner Woo Young Won 9:15.

Säbel-Weltmeister Nicolas Limbach ist einen Schritt vor dem erfolgreichen Ende seiner "Mission Gold" jäh gestoppt worden. Zwar holte der Weltranglistenerste bei der Fecht-WM in Paris zum Auftakt der Entscheidungen die erste deutsche Medaille, verpasste allerdings den erneuten Titelgewinn, den er sich zum Ziel gesetzt hatte. 9:15 verlor Limbach das Finale gegen den Koreaner Woo Young Won.

"Nach den Vorleistungen im Rücken wollte ich schon Gold gewinnen, da muss man auch mal ehrlich sein. Deshalb bin ich schon ein bisschen enttäuscht", sagte Limbach, der durch seinen zweiten Platz immerhin den Sieg im Gesamtweltcup wiederholte: "Zumindest habe ich einen Titel verteidigt."

Nach seinem gewonnenen Viertelfinale, mit der sich der 24-Jährige aus Dormagen die dritte WM-Medaille in Folge sicherte, hatte Limbach noch große Zuversicht ausgestrahlt und eine klare Marschroute ausgegeben. "Das Ziel ist jetzt Gold", sagte Limbach, der sich im monumentalen Grand Palais sichtlich wohl fühlte. Immer wieder animierte er die 5 000 Zuschauer in der ausverkauften, normalerweise für Modenschauen und Ausstellungen genutzten Kunsthalle zum Mitklatschen: "Hauptsache, es ist laut."

Klassenunterschied bis zum Finale

Im gesamten Turnierverlauf zuvor hatte Limbach dann auch eigentlich zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen lassen, über wen an diesem Tag der Weg zum WM-Titel führen würde. Konzentriert und souverän marschierte der EM-Zweite von Leipzig durch das Tableau. Im Achtel- und Viertelfinale ließ er gerade einmal fünf bzw. sieben Treffer seiner Gegner zu - im Säbelfechten ein Klassenunterschied. Nach dem 15:10-Halbfinalerfolg gegen den Russen Wesniam Reschetnikow reichte es am Ende aber eben nur zu Silber.

Trotz einer starken Leistung verpasste dagegen Stefanie Kubissa (Dormagen) ihre erste WM-Medaille. Die Weltranglisten-12. verlor ihr Viertelfinalgefecht gegen die EM-Zweite Sophia Welikaja (Russland) 9:15. Zuvor hatte sie in einem spannenden Gefecht gegen die italienische EM-Dritte Ilaria Bianco 15:13 gewonnen. In der ersten Runde musste Kubissa in einem deutschen Duell die EM-Dritte Sibylle Klemm (Tauberbischofsheim) bezwingen.

"Ich bin hin- und hergerissen zwischen Ärger und Zufriedenheit. Immerhin stand ich kurz vor einer Medaille", sagte Kubissa: "Ich wollte mich heute von dem tollen Ambiente inspirieren lassen." Den Titel holte erneut Olympiasiegerin Mariel Zagunis aus den USA.

Björn Hübner verpasst Überraschung

Eine Überraschung verpasste auch Björn Hübner. Der Mannschaftsdritte der EM in Leipzig schlug sich gegen Olympiasieger Man Zhong (China) achtbar, verlor aber dennoch mit 12:15 in der ersten Hauptrunde. Auch Benedikt Beisheim (Dormagen) schied gegen den Ungarn Zsolt Nemcsik früh aus. Eine Runde später erwischte es Johannes Klebes gegen den Spanier Jaime Marti (5:15).

Die lange verletzte Alexandra Bujdoso (Koblenz) schied mit einer 8:15-Niederlage gegen Julia Gawrilowa in der Runde der letzten 32 aus. Davina Hirzmann (Dormagen) hatte nicht den Sprung in die Runde der letzten 64 geschafft.

"Das zwei Deutsche gegeneinander fechten, war ein bisschen blöd", sagte Bundestrainer Eero Lehmann: "Alexandra nach der langen Verletzungspause hat sich super geschlagen."

© SID

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