Fechten WM
Heidemann: "Weltranglistenplatz spricht für mich"

Die deutsche Vorzeigefechterin Britta Heidemann geht zuversichtlich in die Fecht-WM in Paris: "Ich hätte nichts dagegen, irgendwann nochmal die Goldmedaille in der Hand zu halten."

Vor zwei Jahren katapultierte sich Britta Heidemann mit ihrem Olympiasieg ins Rampenlicht, in diesem Jahr wartet die 27-Jährige allerdings noch auf einen Titel. Im Interview spricht Heidemann über ihre Erwartungen für die am 4. November beginnenden Fecht-Weltmeisterschaften in Paris.

Frage: Frau Heidemann, mit welcher Erwartungshaltung und Zielsetzung gehen sie in das WM-Turnier?

Britta Heidemann: "Die letzten Jahre sind für mich ja sehr gut gelaufen. Diese Saison war auch fantastisch. Ich bin jetzt nach wie vor Nummer eins der Weltrangliste. Von daher nehm ich mir natürlich für die WM vor, möglichst weit vorne zu landen, möglichst mit einer Medaille nach Hause zu gehen. Im Einzel und mit der Mannschaft."

Frage: Welche Farbe soll die Medaille denn am Ende haben?

Heidemann: "Ich kann schlecht ganz oben stehen und sagen: 'Ich hätte gerne den vierten oder fünften Platz'. Die schönste Medaillenfarbe ist natürlich die goldene. Ich hätte nichts dagegen, irgendwann noch einmal eine Goldmedaille in der Hand zu halten. Ob es jetzt bei dieser Weltmeisterschaft wird oder eben im nächsten Jahr nochmal, da lass ich mich überraschen."

Frage: Bei der Heim-EM in Leipzig lief es nicht so gut. Was macht sie zuversichtlich, dass es diesmal besser klappt?

Heidemann: "Um es umgekehrt zu formulieren: Die Europameisterschaft war der einzige Wettkampf, der nicht so gut gelaufen ist. Von daher kann ich zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die Weltranglistenpositionierung spricht für mich. Dass es beim Fechten bei dem ein oder anderen Gefecht mal gegen mich ausgehen kann, das weiß ich. Von daher muss man auch immer mit einer gewissen Lockerheit in Meisterschaften hinein gehen. Es kann früh zuende sein. Es wäre umso schöner, wenn dies nicht der Fall ist. Darum werde ich kämpfen."

Frage: Was gibt es für den Mannschaftswettbewerb für Zielsetzungen?

Heidemann: "Wir haben in den letzten Jahren in der Mannschaft immer erfolgreich abgeschnitten. Haben viele Silber - und Bronzemedaillen eingefahren. Ich sage das seit Jahren, die goldene ist auch mal an der Reihe. Es hat in den letzten Jahren nicht sein sollen. Mal schauen, was wir jetzt in Paris auf die Bahn zaubern. Die Hoffnung liegt darauf, dass wir uns mit der Mannschaft für die Olympischen Spiele qualifizieren. Da kommt es eben drauf an."

Frage: Inwieweit sind den schon die Olympischen Spiele 2012 in London im Hinterkopf?

Heidemann: "Es ist so, dass im nächsten Jahr die Qualifikation für die Olympischen Spiele los geht. Der Fokus liegt für mich ganz klar auf der Periode vor den Olympischen Spielen in London."

Frage: Welche Bedeutung hat der WM-Schauplatz Paris?

Heidemann: "Ich finde, dass Paris ein ganz spezieller Ort ist, um mal Weltmeisterschaften zu fechten. Es ist auf jeden Fall eine Ehre, und wir freuen uns alle darauf, im Grand Palais auf der Planche zu stehen, quasi der Heimat des Fechtens. Es werden sicherlich viele begeisterte und faszinierte Zuschauer vor Ort sein. Ich freue mich darauf und bin sehr gespannt wie die Atmosphäre sein wird."

© SID

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