Fechten WM
Heidemann will Goldserie in Antalya fortsetzen

Britta Heidemann hat sich bei der Fecht-WM hohe Ziele gesetzt. Die Olympiasiegerin möchte in Antalya in der Degen-Entscheidung heute ihren vierten Streich vollbringen.

Olympiasiegerin Britta Heidemann will ihre einmalige Goldserie heute mit dem vierten Streich fortsetzen. "Es ist mein Credo, mir immer nur die höchsten Ziele zu setzen, doch meine statistische Chance ist natürlich gering", sagte die Welt- und Europameisterin vor der Damendegen-Entscheidung bei der Fecht-WM in Antalya: "Ginge es danach, hätte ich allerdings schon gar nicht mehr Europameisterin werden dürfen. Ich will immer alles. "

Am Montag soll das Selbstbewusstsein eines wahren Champions gepaart mit außerordentlicher Fitness zu ihrem Faustpfand werden. "Körperlich gibt es momentan keine Mängel zu beanstanden. Ich fühle mich super, bin gut in Form", sagte Heidemann am Samstag nach einer lockeren Einheit im Expo Center. Dass der Degen von Monika Sozanska dabei an ihrem Körper zerbrach, war allerdings kaum den Bauchmuskeln zuzuschreiben: "Gott sei Dank ist das nicht mir passiert. Das ist in der Vorbereitung immer ganz bitter, wenn man wechseln muss."

Fast scheint es, als könne Heidemann dieser Tage nichts und niemand etwas anhaben. Die Rolle der "ewigen Topfavoritin" macht ihr "schon lange nichts mehr aus", die zahlreichen Medien-Termine werden geduldig und auch schon mal im Vorbeigehen erledigt. "Es soll bei mir immer eine Medaille werden. Ich wünsche es mir inständig", sagt sie und zieht den Reißverschluss ihrer Jacke hoch, um sich vor Zugluft zu schützen.

Heidemann: "Es läuft richtig gut"

"Es läuft richtig gut", stellt sie abschließend fest: "Ich hätte nach Olympia niemals gedacht, dass ich so schnell das Feuer wieder anzünden könnte." In Antalya soll es möglichst wieder Gold werden: "Ich beherrsche die Kunst, mich in eine positive Stimmung hineinzureden. Um die Spannung ganz hochzuhalten, um das Gefühl zu bekommen. Ich will mir immer neu beweisen, dass ich gut bin."

Bis zu den Sommerspielen in London 2012 will sie ihre einzigartige Karriere mindestens fortsetzen: "Das steht ganz groß auf der Agenda. Dann sehen wir weiter, ob ich vielleicht noch einen Vier-Jahres-Zyklus dranhänge." Bis dahin wird sie des Fechtens keine Sekunde überdrüssig, aber: "Ich habe schon sämtliche Rekorde gebrochen. Es wird nicht ewig weitergehen. So ein Lauf wie dieser ist außergewöhnlich für die Fechtgeschichte."

Zweite Goldhoffnung: Nicolas Limbach

Die zweite große Goldhoffnung des Deutschen Fechter-Bundes (Dfeb) ist am heutigen Montag Nicolas Limbach. Der Weltranglisten-Erste mit dem Säbel blickt voller Zuversicht auf seinen Wettkampf: "Ich habe als Nummer eins der Welt natürlich ein riesengroßes Selbstvertrauen. Mein Ziel ist es ganz einfach, eine Medaille zu holen."

© SID

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