Fechten WM
Limbach gewinnt Bronze und träumt von Peking

Den bislang größten Erfolg in seiner Karriere sicherte sich Säbel-Fechter Nicolas Limbach bei der WM in St. Petersburg. Der 21-Jährige gewann Bronze und hat nun gute Chancen auf die olympischen Spiele 2008 in Peking.

Säbel-Fechter Nicolas Limbach hat bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg den bislang größten Erfolg seiner Karriere perfekt gemacht. Der 21-Jährige sicherte sich die Bronzemedaille und hat somit einen Riesenschritt Richtung Olympische Spiele 2008 in Peking gemacht. Für den Dormagener war es die erste WM-Medaille.

"Ich bin zufrieden, aber ich hätte schon gern gegen den Russen gefochten", so Limbach, der im Halbfinale dem italienischen Olympiasieger Aldo Montano knapp mit 11:15 unterlegen war, aber dennoch den bislang größten Erfolg seiner Karriere feierte. "Der Russe" ist Stanislaw Pozdiakow, der Montano im Finale 15:11 besiegte und seinen Titel erfolgreich verteidigte. Die zweite Bronze-Medaille ging an Oh Eun Seok aus Südkorea.

Limbach hatte zuvor einen teils überragenden Wettkampf geboten. Durch ein überzeugendes 15:5 gegen den Spanier Jaime Marti war er unbekümmert ins Halbfinale gestürmt und hatte damit bereits für die vierte Medaille des Deutschen Fechter-Bundes (Dfeb) nach vier von zwölf Entscheidungen gesorgt. Zuvor hatten der Koblenzer Peter Joppich mit dem Florett und Britta Heidemann aus Leverkusen mit dem Degen Gold gewonnen. Ebenfalls mit dem Florett gewann der Bonner Benjamin Kleibrink Bronze.

"Bronze ist eine Riesensache"

Bundestrainer Joachim Rieg freute sich über Limbachs Coup angesichts der in den vergangenen Titelkämpfen mäßigen Ausbeute in den Säbel-Einzeln: "Bronze ist eine Riesensache." Dass Limbach den Sprung aufs Treppchen geschafft hat, überraschte seinen Coach nicht. "Eigentlich ist er seit drei Jahren so stark. Jetzt ist aber auch das Selbstvertrauen da. Er hat in dieser Saison schon viele Weltcup-Turniere gewonnen", sagte Rieg.

Rieg hatte Limbach vor dem Halbfinale gegen Montano eingeimpft, seinen Stil durchzuziehen. Unangenehm für die vier Halbfinalteilnehmer war allerdings eine Wettkampfpause von zweieinhalb Stunden. "Und Montano hat Nicolas nicht zur Entfaltung kommen lassen", analysierte Rieg. Hübner auf Rang 28

Doch wie schon am Vortag nach dem Gewinn der Goldmedaille durch Heidemann, aber dem frühen Scheitern von Imke Duplitzer und Claudia Bokel, gab es auch diesmal lange Gesichter. Der Tauberbischofsheimer Björn Hübner war knapp am Einzug in die Runde der letzten 16 gescheitert und belegte am Ende den 28. Platz. Er unterlag dem Franzosen Julien Pillet 9:15.

Bereits in der Runde der letzten 64 ausgeschieden war der Koblenzer Dennis Bauer nach der 10:15-Niederlage gegen seinen deutschen Teamkollegen Hübner. "Das ist Pech, dass die beiden gegeneinander fechten mussten", sagte Rieg. Bauer kam auf Platz 39. Benedikt Beisheim (Dormagen) hatte die Direktausscheidung nicht erreicht und belegte den 68. Rang.

Für die Degen-Direktausscheidung am Mittwoch haben sich derweil die drei Tauberbischofsheimer Norman Ackermann, Jörg Fiedler und Sven Schmid qualifiziert. Einzig ihr Vereinskollege Martin Schmitt verpasste die Runde der letzten 64.

© SID

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