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Federer lässt Hewitt keine Chance

Roger Federer hat einmal mehr seine Weltklasse unter Beweis gestellt und das Finale von Wimbledon erreicht. Der Titelverteidiger aus der Schweiz ließ im Halbfinale Lleyton Hewitt in drei Sätzen keine Chance.

Roger Federer ist eine Klasse für sich: Der Schweizer ließ sich auf dem Weg zum Titel-Hattrick bei den All England Championships in Wimbledon auch von Lleyton Hewitt nicht aufhalten. Mit einer brillanten Vorstellung zog der Weltranglisten-Erste in sein drittes Wimbledonfinale in Folge ein. 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) lautete das Ergebnis eines überraschend einseitigen Halbfinales zwischen der Nummer eins und der Nummer zwei aus "down under", der das bedeutendste Tennisturnier der Welt vor der Ära Federer 2002 gewann. "Ich bin sehr stolz, dass ich es wieder geschafft habe", sagte der Schweizer.

Bis sein Gegner für den Sonntag (15.00 Uhr) feststeht, muss Federer allerdings weiter warten. Das zweite Halbfinale zwischen Andy Roddick (USA) und Thomas Johansson (Schweden) wurde beim Stand von 6:5 für Roddick unterbrochen als ein leichter, aber dauerhafter Regen einsetzte. Sollte Roddick seiner Favoritenrolle gerecht werden, käme es zum ersten Mal seit 1989 wieder zu einer Wiederholung eines Vorjahresendspiels. Gutes Omen für den Amerikaner: Damals revanchierte sich Boris Becker gegen Stefan Edberg für seine Niederlage aus dem Jahr zuvor.

Federer von sich selber überrascht

"Ich habe nicht erwartet, dass es nur drei Sätze werden, sondern mit vier oder fünf gerechnet", räumte Federer ein, "aber ich habe mich von Anfang an gut und sicher gefühlt." Hewitt schlug am Anfang schwächer auf als in den Spielen zuvor, er schien kaum an seine Chance zu glauben. In den letzten sieben Matches konnte er nur einen einzigen Satz gegen den Weltranglisten-Ersten gewinnen.

"Es ist kein Zweifel, dass Roger besser war, er hat das Spiel klar diktiert", sagte der Australier, der nur eine Breakchance im Match hatte: "Er hat so wenige Schwächen und gibt einem so wenige Gelegenheiten, die muss man dann nutzen und das ist mir nicht gelungen", sagte der 24-Jährige. Für Federer lief es so glänzend: "Dadurch konnte er sich nicht so aufpuschen wie normal und ich hatte alles unter Kontrolle."

Federer auf den Spuren von Borg und Sampras

Nichts anderes als der Wimbledonsieg zählt für Federer in diesem Jahr, nachdem er bei den ersten beiden Grand-Slam-Turnieren 2005 erfolglos blieb. "Jetzt habe ich noch zwei Tage Druck", erklärte der Schweizer, der trotz seiner Routine in großen Finals immer noch ein Kribbeln spürt: "Mein Herzschlag geht bei großen Ereignissen immer noch hoch." Aber er hat natürlich gelernt aus den Erfahrungen der letzten Jahre: "Ich weiß inzwischen mit dem ganzen Trubel vor einem Endspiel umzugehen und weiß was ich mache."

Auf 35 Siege hintereinander auf Rasen hat Roger Federer seine Erfolgsserie nun ausgebaut und darf auch schon mal daran denken, den Rekord von Björn Borg (41) zu knacken. Borg (1976 bis 1980) und Pete Sampras (1993 bis 1995 und 1997 bis 2000) sind die einzigen Spieler in der Profiära, die dreimal in Folge an der Church Road gewannen. Federer fehlt nur noch ein Sieg, um sich in eine Reihe mit diesen schon legendären Champions zu stellen: "Ich hoffe doch sehr, dass meine Serie nicht ausgerechnet im Endspiel endet."

© SID

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