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Federer schafft Wimbledon-Hattrick

Roger Federer hat zum dritten Mal in Serie die All England Championships in Wimbledon gewonnen. Der Schweizer fertigte im Finale den US-Amerikaner Andy Roddick mit 6:2, 7:6, 6:4 ab.

Roger Federer hat es geschafft: Der Schweizer katapultierte sich mit seinem dritten Wimbledon-Sieg in Folge auf das gleiche Level ehemaliger Champions wie Björn Borg und Pete Sampras. Mit brillantem und fast fehlerlosem Tennis in der Neuauflage des Vorjahresfinals verteidigte Federer durch einen 6:2, 7:6 (7:2), 6:4-Sieg über Andy Roddick (USA) seinen Titel bei den 119. All England Championships erfolgreich und feierte damit seinen 36. Triumph auf Rasen in Folge.

Er ist damit nach Borg (1976 bis 1980) und Sampras (1993 bis 1995 und 1997 bis 2000) der dritte Spieler in der Profiära, der den Hattrick an der Church Road schaffte. "Es ist etwas ganz Besonderes für mich, zur gleichen Gruppe wie diese Spieler zu gehören", sagte der 23-Jährige. Er gewann bereits sein 21. Endspiel in Folge, das fünfte Grand-Slam-Finale und den 30. Titel seiner Karriere. Natürlich festigte er seine Position als Nummer eins der Weltrangliste. Roddick bleibt Vierter.

Jimmy Connors aus dem Häuschen

"So eine Leistung habe ich noch nie gesehen", sagte der zweimalige Wimbledon-Sieger Jimmy Connors bereits nach dem zweiten Satz. Gerade mal drei unerzwungene Fehler hatte sich der Eidgenosse bis zu der 25-minütigen Regenpause nach dem zweiten Satz erst erlaubt. Roddick konnte versuchen, was er wollte, er hatte gegen diesen Federer erneut keine Chance und kassierte im zehnten direkten Vergleich bereits die neunte Niederlage.

Nach 1:41 Stunden nutzte Federer seinen ersten Matchball und sank danach wie in den beiden Vorjahren jubelnd auf die Knie, bevor er aus der Hand des Herzogs von Kent den silbernen Challenge Cup entgegennahm und sich außerdem über einen Preisgeldscheck über 945. 000 Euro freuen durfte.

Federer feierte seinen ersten kleinen Sieg bereits vor dem Match, als er den Münzwurf gewann und sich für Aufschlag entschied. Damit war er im ersten Durchgang immer voraus, ein Break würde genügen, um in Führung zu gehen. Fünf Spiele brauchten beide Spieler, bis sie so richtig warm wurden.

Roddick wehrt sich vergeblich

Die ersten Aufschlagspiele gingen jeweils glatt durch. Bei 3:2 für den Titelverteidiger gab es den ersten längeren Ballwechsel. Federer hatte sich auf die Aufschläge des Amerikaners eingestellt und schaffte das erste Break des Matches zum 4:2. Damit war der Satz praktisch entschieden, auch wenn Federer zum 6:2 erneut breaken konnte.

Damit war er wieder im Vorteil, als Erster aufzuschlagen. Doch schon im dritten Spiel kam er erstmals in Schwierigkeiten. Durch einen missglückten Volley ins Netz nutzte Roddick seinen zweiten Breakball, machte eine Faust und rief laut "Yes!". Der 22 Jahre alte Wahl-Texaner schien nun gleichauf mit dem Champion.

Federer baut auf mentale Stärke

Federer ließ sich durch den Rückstand aber überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. "Meine mentale Stärke ist sicher ganz entscheidend für meinen Erfolg", sagte der Schweizer. Er schaffte das Rebreak zum 3:3 und hatte bei 5:4 zwei Satzbälle, die Roddick allerdings abwehren konnte. Der Satz musste also im Tiebreak entschieden werden.

6:1 führte Federer in Tiebreaks vor dem Finale, eine Bürde, die Roddick natürlich mitschleppte. Krachende Aufschläge und brillante Passierschläge wechselten sich ab, das Match wurde immer intensiver und besser. Als Roddick eine Vorhand zum 2:5 aus seiner Sicht ins Netz schlug, warf er voller Frust seinen Schläger zu Boden. Er mag bereits in diesem Moment geahnt haben, dass für ihn auch in diesem Jahr gegen den Schweizer nichts auszurichten sein würde.

© SID

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