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Federer wieder Endstation für Nicolas Kiefer

Nicolas Kiefer ist im Achtelfinale der US Open als letzter deutscher Starter in den Einzelkonkurrenzen ausgeschieden. Der Daviscupspieler unterlag Roger Federer trotz guter Leistung mit 4:6, 7:6 (7:3), 3:6, 4:6.

Er kämpfte, gab alles, aber gegen die Nummer eins der Welt war das einmal mehr nicht genug: Für Nicolas Kiefer endeten die Titelträume bei den 125. US Open in New York im Achtelfinale. Der Daviscupspieler aus Hannover zog gegen den Weltranglistenersten Roger Federer nach über drei Stunden hartem Kampf mit 4:6, 7:6 (7:3), 3:6 und 4:6 den Kürzeren. Wie bereits beim vorangegangenen Grand-Slam-Turnier in Wimbledon sowie den Masters-Turnieren in Cincinnati und Indian Wells war der Schweizer damit der Spielverderber für Kiefer.

"Big Point" im dritten Satz entscheidet die Partie

Dabei war die Partie bis Mitte des dritten Satzes vollkommen offen. Den wohl entscheidenden Punkt des Matches sahen die Zuschauer im siebten Spiel jenes Durchgangs. Bei eigenem Aufschlag lag Federer mit 30:40 hinten, befreite sich aber aus dieser brenzligen Situation mit einem sagenhaften Rückhand-Passierball. "Das war ein unglaublicher Schlag", musste auch Kiefer zugeben, der den großen Favoriten dennoch in Verlegenheit bringen und ihm den ersten Satzverlust überhaupt bei den diesjährigen US Open beibringen konnte.

Im Viertelfinale bekommt es Roger Federer nun mit seinem langjährigen Angstgegner David Nalbandian zu tun. Der Argentinier, der den Eidgenossen in den bisherigen sieben Aufeinandertreffen fünfmal besiegen konnte, setzte sich in der Runde der letzten 16 mit 4:6, 7:6 (7:4), 6:4, 6:2 gegen Routinier David Sanguinetti (Italien) durch.

Achterbahnfahrt für "Kiwi"

Gegen den derzeit unbestritten besten Spieler der Welt fuhr Kiefer einmal mehr Achterbahn. 48 Winner gegenüber 46 vermeidbaren Fehlern, zwölf Asse gegenüber elf Doppelfehlern standen am Ende zu Buche. Kiefer erinnerte an den Fußball-Bundesligisten Hannover 96, dessen Mütze er nach dem Match trug: Immer in der Lage, mal ein tolles Spiel zu machen, aber Meister werden die "Roten" nicht.

"Ich konnte mich heute nicht so steigern, wie es nötig gewesen wäre", sagte der 28-Jährige, "ich habe zwar gekämpft, aber ich habe schlecht zum Ball gestanden, mich schlecht bewegt." Obwohl er selbst Probleme hatte, entschied Federer so das Match für sich: "Eine große Erleichterung. Solche Spiele geben mir die Chance, zum Ende des Turniers sehr gut zu spielen", sagte fünfmalige Grand-Slam-Champion.

Federers Bilanz 2005: 68 Siege, drei Niederlagen

Federer führt die auf Grundlage der alten Weltrangliste errechnete Entry List seit dem 2. Februar 2004 ununterbrochen an. Gegen Kiefer gewann er sein 68. Spiel in diesem Jahr bei nur drei Niederlagen und hat damit Chancen, den alten Rekord von John Mcenroe zu brechen, der 1984 84 Spiele für sich entschied und ebenfalls nur dreimal verlor. "Ich kann selber nicht erklären, woher diese Konstanz kommt", meint der Baseler. Kiefer allerdings bietet dafür eine ganz einfache Erklärung an: "Wir sind auf der Erde und er kommt von einem anderen Planeten."

© SID

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