Fehlstart in die Saison
Der Düsseldorfer Arena-Fluch

Neuer Eispalast – neues Glück. Diese einfache Rechnung geht bei den DEG Metro Stars nicht auf. Im Gegenteil. Den Düsseldorfern fehlen im neuen ISS Dome Zuschauer und Erfolge. Der Frust bei den Verantwortlichen ist groß.

NÜRNBERG. Empfängt der Vizemeister den amtierenden Champion, garantiert das in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) normalerweise ein hohes Zuschauerinteresse. Zumal, wenn der Gastgeber gerade eine neu gebaute Multifunktionsarena in Betrieb genommen hat. So jedenfalls war es in den vergangenen Jahren in Köln, in Hamburg und auch in Mannheim.

In Düsseldorf dagegen, einer der traditionellsten deutschen Eishockeystädte, bleiben viele Fans dem 13 400 Zuschauer fassenden ISS Dome fern. Sowohl zur Finalrevanche der DEG Metro Stars gegen Meister EHC Eisbären Berlin, als auch im ersten Heimspiel gegen Hannover war die Halle nur zur Hälfte voll.

Der harte Kern der Anhänger beklagt nach 71 Jahren im urtümlichen Eisstadion an der Brehmstraße mangelnde Atmosphäre im neuen Kuppelbau. Zudem sorgen architektonisch begründete Sichtmängel für Unmut. Der Frust bei den Verantwortlichen ist groß, in stundenlangen gemeinsamen Meetings suchten am Montag DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp und die Betreibergesellschaft des 72 Millionen Euro teuren ISS Domes nach Lösungen.

Dazu kommt der sportliche Fehlstart, der die (wenigen) Zuschauer auch noch zu wütenden Pfeifkonzerten trieb. Die sportliche Aufarbeitung des neuerlichen Desasters - Düsseldorf 3, Berlin 6 - wurde von Trainer Don Jackson auf heute verschoben. Nicht allerdings ohne seiner Mannschaft schon unmittelbar nach dem verhältnismäßig deutlichen Spielausgang zum wiederholten Mal in der gerade erst angelaufenen Saison die Bereitschaft zu harter Arbeit abgesprochen zu haben. War das an sich schon ein Schlag ins Gesicht eines jeden Eishockeyspielers, verhängte der sonst so umgängliche US-Amerikaner anschließend noch die verbale Höchststrafe: „Wir sind von einer Bande junger Burschen besiegt und vorgeführt worden, sagte Jackson.

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