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Flensburg meisterlich - Gummersbach siegt erneut

Pokalsieger SG-Flensburg-Handewitt hat durch einen 39:33-Erfolg gegen den THW Kiel ein Ausrufezeichen im Meisterschaftskampf gesetzt. Der Meister wartet nun schon seit neun Pflichtspielen auf einen Erfolg gegen die SG.

Pokalsieger SG-Flensburg-Handewitt bleibt auch weiterhin der Angstgegner von Erzrivale THW Kiel. Durch den 39:33-Erfolg stürzte das Team von Coach Kent-Harry Andersson den Meister vom Bundesliga-Thron und ist damit in sieben Bundesliga- und zwei Pokalpartien gegen den THW ungeschlagen.

Außerdem riss für den THW eine Serie mit 17 Bundesliga-Siegen seit dem 6. Oktober 2004 - und 39 Gegentore bedeuteten für den elfmaligen Titelträger von der Förde, der am 30. August im inoffiziellen Supercup in München Flensburg mit 36:34 geschlagen hatte, in der Bundesliga-Geschichte Negativrekord. Nun sinnen die Kieler nach der Vorführung in der Campus-Halle im Rendezvous der zweiten Runde im DHB-Pokal am Dienstag (20.00 Uhr/live im DSF) auf Revanche an der SG. "Aber wir müssen 100 Prozent mehr Leidenschaft, Begeisterung und Engagement gegen die hochmotivierte SG zeigen. Ich hoffe, dass wir den Schalter innerhalb von drei Tagen umlegen können", erklärte THW-Manager Uwe Schwenker.

Schwenker staunte nicht schlecht über den 31:28-Sieg des Titel-Konkurrenten SC Magdeburg in Halle gegen den TBV Lemgo, der seine erste Saison-Niederlage erlitt. Der zehnmalige DDR-Meister gewann erstmals seit der Wende 1990 ein Auswärtsspiel gegen Lemgo und übernahm mit 11:3 Punkten nach sieben Spielen die Tabellenführung vor dem VfL Gummersbach (10:0), Kiel (10:2), dem Überraschungsteam von TuS N-Lübbecke (10:2) und Flensburg (8:2).

Gummersbach behält weiße Weste

Rekordmeister Gummersbach deklassierte Neuling MT Melsungen in Rotenburg mit 38:21, hat als einziger Klub noch eine weiße Weste und erlebt unter Trainer Velimir Kljaic eine Renaissance. "Ich möchte immer Erster sein, das ist meine Natur. Wir haben eine gute Truppe, die das Potenzial hat, um die Champions-League-Plätze und auch um den Titel mitzuspielen", erklärte Kljaic, der Kroatien 1996 in Atlanta zum Olympiasieg geführt hatte.

Um den Titel mitspielen wird natürlich auch Flensburg nach der Galavorstellung gegen Kiel. Denn eine Woche nach dem 24:28-Desaster beim TV Großwallstadt spielte die "Dänen-Connection" wie aus einem Guss, und Trainer Andersson war hellauf begeistert: "Heute hat alles gepasst, wir haben mit Herz und Kopf gespielt. Es war ein qualitativ starkes Spiel von allen." Manager Thorsten Storm indes wischte alle Gerüchte vom Tisch, wonach der schwedische Coach wackeln soll: "Das ist alles Blödsinn, wir werden mit Kent-Harry noch viel Spass haben. Dieses Spiel haben wir gebraucht, um richtig in die Saison reinzukommen."

Christiansen und Jensen beste Werfer bei Flensburg

Gegen den THW waren Lars Christiansen (12/3) und Johnny Jensen (7) vor 6 500 Zuschauern die erfolgreichsten SG-Werfer, Nikola Karabatic (8/3) traf am besten für die Kieler. Der THW war allerdings in der Abwehr offen wie ein Scheunentor, Erfolgscoach Serdarusic war restlos bedient: "Mit so vielen Ausfällen, die wir heute verkrfaten mussten, kann man in Flensburg keinen Blumentopf gewinnen. Die rechte Angriffsseite war 45 Minuten nicht zu sehen, in der Mitte gab es keinen Druck, und unsere Torhüter standen im Schatten von Jan Holpert." Der 37 Jahre alte Holpert bestritt sein 560. Bundesligaspiel und wird am 5. Oktober gegen Frisch Auf Göppingen Rekordmann Stefan Hecker (561) einholen.

Ex-Nationaltorhüter Holpert wurde am Wochenend-Spieltag allerdings vom aktuellen Nationalmannschafts-Keeper Johannes Bitter vom SC Magdeburg noch übertroffen. Bitter brachte vor 7 521 Zuschauern in Halle die Lemgoer Angreifer mit 17 Paraden zur Verzweiflung. "Wir haben Bitter ländersspielreif geschossen, daran sind wir selber schuld", sagte TBV-Rückraumschütze Daniel Stephan enttäuscht.

© SID

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