Forderung nach Einrichtung der Stelle eines Sportdirektors
Boris Becker droht DTB mit Konsequenzen

Boris Becker hat mit Konsequenzen gedroht, wenn Dirk Hordorff am 12. November zum neuen Präsidenten des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) gewählt werden sollte. „Dann werde ich ernsthaft erwägen, meine Arbeit für den DTB einzustellen, und meine Rolle als Mitveranstalter und Chairman des Turniers am Hamburger Rothenbaum aufzugeben", schreibt Becker in einer Kolumne für das Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Hordorff habe viele Qualitäten, aber auch viele Schwachstellen, „deswegen könnte ich zu ihm als DTB-Präsidenten kein Vertrauen haben und aufbauen", schreibt Becker weiter.



Die Kolumne „Becker am Ball“ lesen Sie am


Freitag im Handelsblatt Sportreport.



Am 12. November kommt es zum ersten Mal in der Geschichte des DTB zu einer Kampfabstimmung um das Amt des Präsidenten. Hordorff, der Trainer von Rainer Schüttler ist, tritt gegen den amtierenden Verbandschef Georg von Waldenfels an. „Was der DTB viel mehr als eine unnötige Führungsdiskussion braucht, ist ein mit viel Macht ausgestatteter Sportdirektor. Der muss sich unter anderem um die schweren Probleme im Nachwuchsbereich kümmern", kritisiert Becker die Kandidatur von Hordorff. „Meiner Meinung nach kommen dafür zwei herausragende Persönlichkeiten in Frage: Michael Stich und Patrick Kühnen. Beide bringen die sportliche Kompetenz und das Know How sowie die guten Kontakte zur Tennisbasis und den Führungsgremien mit. Das wäre der richtige Weg, um das deutsche Tennis wieder nach vorne zu bringen."

Der Deutsche Tennisbund habe viele Schwachstellen, schreibt Becker weiter: „Die Führung des Verbandes hat in der Vergangenheit einige Fehler gemacht. Es müssen dringend Strukturreformen auf den Weg gebracht werden, die Jugend- und Nachwuchsförderung muss sich dramatisch verbessern." Aber von Waldenfels habe es „in den vergangenen 18 Monaten zusammen mit der ganzen Führung des Verbandes geschafft, dass der DTB wieder atmen, sich finanziell wieder bewegen kann. Ja, man kann sagen: Er hat dafür gesorgt, dass der Verband wieder funktioniert." Waldenfels sei deshalb der richtige Mann für den Posten, „er sollte Präsident bleiben".

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