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Frankreichs Sprinter brillieren in Paris

Die Siege von Ladji Doucoure (110m Hürden) und Christine Arron (100m) sorgten beim Golden-League-Meeting in Paris für großen Jubel bei den heimischen Zuschauern. Kenenisa Bekele verpasste den Weltrekord über 5000m.

Es gab zwar zum Auftakt der Golden League in Paris keinen neuen Weltrekord, dafür aber viele starke Leistungen, allen voran von Kenenisa Bekele. Der 10.000m-Olympiasieger Kenenisa Bekele (Äthiopien) verpasste die eigene 5000m-Marke am Freitag beim Auftakt der Leichtathletik-Serie in 12:40,18 Minuten nur um 2,85 Sekunden. Eine Jahres-Weltbestzeit hatte zuvor auch Edith Masai (Kenia) in 8:31,27 Minuten über 3000m aufgestellt.

Bekele scheiterte vor allem durch zu hohes Tempo auf dem ersten Kilometer (2:30,11) an seiner Bestmarke, die er am 31. Mai vergangenen Jahres in 12:37,35 im niederländischen Hengelo erzielt hatte. Der 23-Jährige, der beim Sieg über Landsmann Negera Abebe Dinkesa (12:55,58) die viertbeste je gestoppte 5 000-m-Zeit realisierte, hält in 26:20,31 auch den 10.000m-Weltrekord, den er vergangenes Jahr ebenfalls Landsmann Haile Gebrselassie entriss.

Doucoure und Arron lassen Frankreich jubeln

Fünf Wochen vor dem WM-Auftakt in Helsinki brachte sich der Franzose Ladji Doucoure über 110 Meter Hürden in glänzenden 13,02 Sekunden als Mitfavorit ins Gespräch. Der 22-Jährige, im Olympiafinale von Athen gestürzt, schlug im Wettstreit der sechs Weltbesten des Jahres die beiden Olympiasieger: Saison-Spitzenreiter Allen Johnson (USA) wurde in 13,04 Zweiter, Chinas Co-Weltrekordler und Athen-Triumphator Liu Xiang in 13,06 Dritter.

Über 100m siegten Abdul Aziz Zakari (Ghana) in 10,04 und Frankreichs Star Christine Arron in 11,03 Sekunden. In einem langsamen 800-m-Lauf wurde die deutsche Hoffnung Rene Herms (Pirna) zwei Tage vor seinem Wattenscheider DM-Start in 1:47,00 Minuten Siebter beim Sieg des Kenianers William Yiampui (1:45,98). Nicht am Start war der gemeldete Stabhochspringer Tim Lobinger (Köln) mit Rücksicht auf die WM-Qualifikation in Wattenscheid.

Nächste Station der Golden-League is Rom

Paris plante das Meeting als große Werbung fünf Tage vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Singapur über den Austragungsort der Olympischen Spiele 2012. Dabei gilt Frankreichs Hauptstadt als Favorit gegenüber London, Madrid, Moskau und New York.

In der Golden League teilen am Ende jene, die bei allen sechs Meetings siegen, eine Million Dollar. Insgesamt werden zwölf Disziplinen ausgetragen. Weitere Stationen sind Rom am 8. Juli, Oslo am 29. Juli und nach der WM in Helsinki (6.-14. August) Zürich am 19., Brüssel am 26. August sowie das Finale am 4. September beim Istaf in Berlin.

© SID

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