Französin Baverel-Robert holt Gold im Biathlon-Sprint
Wilhelms „goldener Schuss“ verfehlt das Ziel

Enttäuschung beim DSV-Quartett: Die deutschen Biathlon-Damen haben bei den Olympischen Winterspielen in Turin im 7,5 Kilometer Sprint eine Medaille verpasst. Ganz nah dran war Kati Wilhelm: Doch ihr "goldener Schuss" traf nicht ins Schwarze und kostete sie am Ende eine Medaille..

HB TURIN. Olympiasiegerin wurde am Donnerstag in San Sicario überraschend die Französin Florence Baverel-Robert vor der Schwedin Anna Carin Olofsson und die Ukrainerin Lilia Efremowa. Die 31-jährige Olympiasiegerin blieb am Schießstand fehlerfrei und siegte mit 2,4 Sekunden Vorsprung.

Wilhelm, Salt-Lake-Siegerin aus Zella-Mehlis, belegte nach einem Fehler bei ihrem allerletzten Schuss mit 18,4 Sekunden Rückstand auf die Siegerin den siebten Platz. Ohne den Fehlschuss und die daraus resultierende Strafrunde wäre wohl in jedem Fall eine Medaille, wahrscheinlich sogar Gold herausgesprungen. Erfahrungsgemäß kostet eine Strafrunde die Athleten 20 bis 24 Sekunden. Martina Glagow, Katrin Apel und Uschi Disl landeten weit abgeschlagen.

Die deutschen Damen hatten bei dem Wettkampf allerdings auch das Wetter als zusätzlichen Gegner. Allesammt waren mit niedrigen Startnummern - Kati Wilhelm als letzte mit der Nummer 27 - bei Schneetreiben ins Rennen gegangen und kehrten dabei unfreiwillig den Neuschnee für die nachfolgenden Läuferinnen aus der Spur. Die deutschen Medaillen-Kandidaten hatten sich für die erste Startgruppe entschieden und gehofft, dass der Schneefall anhält und der Wind im Laufe des Wettbewerbs zunimmt. Doch entgegen des Wetterberichts kam im Rennen die Sonne heraus, was sich deutlich in den Laufzeiten der späten Starterinnen niederschlug. Bavarel-Robert war erst als 46. ins Rennen gegangen, Olofsson als 38. und die Bronze-Medaillengewinnerin aus der Ukraine gar erst als Nummer 62.

Überschattet wurde der Sprint vom Dopingfall der Russin Olga Pylewa. Der Zweiten über 15 Kilometer droht nach den positiven A- und B-Proben die Aberkennung der Silbermedaille. Dadurch würde Martina Glagow, die am Montag Platz drei belegt hatte, noch zu Silber kommen. "Mich hat es ganz schön gefroren, als ich das gehört habe. Es ist brutal, dass so etwas im Biathlon passiert. Im Moment freue ich mich nicht darüber", sagte sie.

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