Franzose gewinnt 14. Etappe
Pierrick Fedrigo gewinnt Sprint-Duell

Pierrick Fedrigo setzte sich auf der 14. Etappe der Tour de France auf der Zielgeraden im Schlusssprint gegen Salvatore Commesso durch. Oscar Pereiro konnte sein Gelbes Trikot auf der ersten Alpen-Etappe verteidigen.

Auf der Zielgeraden der 14. Etappe der Tour de France von Montelimar an der Rhone nach Gap lieferten sich zwei Ausreißer einen spannenden Zweikampf vor dem heranrauschenden Feld. Der Franzose Pierrick Fedrigo von Team Bouygues Telecom hatte nach 180,5km die frischeren Beine und setzte sich gegen den Italiener Salvatore Commesso vom Lampre-Team durch.

T-Mobile-Profi Matthias Kessler war nach einem für ihn glimpflich verlaufenen Sturz 36km vor dem Ziel aus der sechsköpfigen Spitzengruppe zurückgefallen. "Das war heute mein schwärzester Tag. Die beiden, die den Schlusssprint gefahren sind, haben Glück gehabt, dass ich nicht mit dabei war. In dieser Gruppe war ich der stärkste Fahrer", sagte Kessler zwölf Tage nach seinem Etappensieg in Valkenburg verbittert.

Das sah auch Kessler Teamchef Olaf Ludwig so: "Matthias hätte heute die große Chance auf den Tagessieg gehabt. Dagegen war Sportdirektor Mario Kummer auch erleichtert: "Matthias hat Glück gehabt, dass ihm nichts passiert ist."

Pereiro bleibt in Gelb

Oscar Pereiro vom Team Illes Balears kam im Hauptfeld an und verteidigte damit das Gelbe Trikot mit 1:29 Minuten Vorsprung vor Phonak-Kapitän Floyd Landis erfolgreich. Bester Deutscher ist T-Mobile-Profi Andreas Klöden (Mittweida) mit 3:58 Rückstand auf dem siebten Platz.

Gesamtzwölfter ist der Kaarster Markus Fothen (5:46) vom Team Gerolsteiner, der im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers unterwegs ist. "Wieder ein Tag weniger. Ich bin meinem Ziel, das Weiße Trikot nach Paris zu bringen, ein Stück näher gekommen. Das war unheimlich schwer heute, aber ich bin in der Spitze geblieben", sagte Fothen. Die Führung in der Punktwertung behielt Lotto-Profi Robbie Mcewen aus Australien, "Berg-König" blieb der Spanier David De la Fuente (Saunier).

Eine Sonderwertung führt Ralf Voigt an. Der 34-jährige Mecklenburger war seit dem Tour-Start am 1. Juli in Straßburg 569km in Fluchtgruppen unterwegs und ist damit der kämpferischte Ausreißer.

Am Sonntag erholte sich Voigt von den Strapazen des Etappensiegs im Hauptfeld, dafür dominierte Kessler auf dem Weg nach Osten. Nachdem zunächst der "Gerolsteiner" David Kopp (Bonn) und der Berliner Björn Schröder (Milram) erfolglose Fluchtversuche gestartet hatte, setzte sich Kessler in einer sechsköpfigen Ausreißergruppe um Fedrigo ab. Das Sextett hatte über fünf Minuten Vorsprung als Kesslers Struz passierte.

Der Franke konnte dem vor ihm gestürzten Spanier David Canada (Saunier) nicht ausweichen und flog wie auch der Belgier Rik Verbrugghe (Cofidis) über die Leitplanke in den Straßengraben. Im Gegensatz zu seinen beiden Leidensgenossen konnte Kessler das Rennen direkt fortsetzen. Verbrugghe erlitt einen Oberschenkel-Halsbruch, Canada eine Schlüsselbeinfraktur.

Am Montag können die Fahrer am zweiten Ruhetag der Tour de France 2006 in Gap noch einmal Kräfte für die kommenden drei Kletteretappen in den Alpen sammeln. In der Touristen-Hochburg geht die Tour-Karawane am Dienstag auf die 15. Etappe über 187km von Gap zum Tour-Mythos L´Alpe d´Huez.

© SID

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