Freire gewinnt Etappe
Zabel sprintet auf den dritten Rang

Beim Massensprint auf der Zielgeraden der 9. Etappe fuhr Milram-Profi Erik Zabel mit einem beherzten Schlussspurt erstmalig unter die ersten drei in der Tageswertung. Auch das T-Mobile-Team konnte die 9. Etappe wieder als vollen Erfolg verbuchen.

HB DAX. Die T-Mobile-Aktie ist bei der Tour de France in Dax weiter auf hohem Niveau gehandelt worden. Der 36-jährige Ukrainer Sergej Gontschar konnte sein Gelbes Trikot verteidigen, seine Bonner Team-Kollegen Michael Rogers (3.), Patrik Sinkewitz (4.) und Andreas Klöden (5.) liegen im Gesamtklassement weiter aussichtsreich in Lauerstellung. Den Tagessieg auf dem flachen neunten Tagesabschnitt über 169,5 Kilometer von Bordeaux nach Dax sicherte sich am Dienstag der dreifache Weltmeister Oscar Freire (Spanien) vor Robbie McEwen (Australien) und Erik Zabel (Unna), der seinen bisher besten Sprint bei dieser Tour hinlegte. Freire gewann seine zweite Etappe.

Auf der ersten leichteren Pyrenäen-Etappe am Mittwoch und vor allem am Donnerstag beim Ritt über fünf Anstiege mit der Bergankunft auf dem Pla-de-Beret warten andere Anforderungen auf die Teilnehmer der 93. Frankreich-Rundfahrt als am Dienstag. Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner war 15 Kilometer vor dem Ziel in einem Sturz im Feld verwickelt, konnte aber ohne große äußerliche Blessuren sofort weiter fahren. Sein Team-Kollege Markus Fothen verteidigte zwar sein Weißes Trikot als bester Nachwuchsfahrer, rutschte aber auf den neunten Platz zurück. Er hatte im turbulenten Finale 13 Sekunden verloren.

Einen Tag nach dem Ruhetag schlug am Dienstag die Stunde von Christian Knees. Der 25-jährige Tour-Debütant aus dem Milram-Team fuhr in einer dreiköpfigen Ausreißergruppe eine Zeit lang als virtueller Träger des Gelben Trikots. Zwischenzeitlich acht Minuten Vorsprung ließen den Team-Kollegen von Erik Zabel zu diesem Zeitpunkt - theoretisch - ins Trikot schlüpfen. Aber die Teams der an einem Massensprint Interessierten leisteten wieder Maßarbeit und stellten die drei Ausreißer 3500 Meter vor dem Ziel. Vorher hatte Knees noch zwei Mal verbissen versucht, sich mit erneuten Attacken gegen das Einholen zu stemmen.

Der Bonner Knees, der im April "Rund um Köln" gewann, hatte als erster schon acht Kilometer nach dem Start in Bordeaux attackiert. Neun Kilometer später stießen die Franzosen Walter Beneteau und Stéphane Auge dazu. Aber ihnen war kein Glück beschieden, obwohl die Statistik für sie sprach: Alle bisherigen drei Zielankünfte der Tour in Dax endeten mit dem Erfolg aus einer Ausreißer-Gruppe. Mit 1,94 Meter Körpergröße gehört Knees, der in dieser Saison bereits

den Giro d'Italia bestritten hat, zu den größten Fahrern im Peloton.

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