Fünfter Griff nach dem Double
Bayern München im DFB-Pokalfinale gegen Schalke

Der FC Bayern München greift zum fünften Mal in seiner Vereinsgeschichte nach dem Double.

HB BIELEFELD. Durch ein frühes Kopfball- Tor von Michael Ballack (3. Minute) und einen von Roy Makaay verwandelten Foulelfmeter (90./+4) gewann der souveräne Bundesliga- Tabellenführer am Mittwochabend im Halbfinale bei Arminia Bielefeld mit 2:0 (1:0) und zog zum 14. Mal ins Endspiel um den DFB-Pokal ein.

Vor 26 601 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena genügte den Münchnern eine Durchschnittsleistung, um vier Tage nach dem für die Meisterschaft wohl vorentscheidenden Sieg in Hannover den nächsten Titel ins Visier zu nehmen. Am 28. Mai im Berliner Olympiastadion treffen die Bayern auf den FC Schalke 04, der sich am Dienstagabend im Elfmeterschießen gegen Cup-Verteidiger Werder Bremen durchgesetzt hatte. In der Nachspielzeit sah der Bielefelder Delron Buckley wegen Reklamierens die Rote Karte.

Nicht der designierte deutsche Meister und elfmalige Pokalsieger, sondern der zum ersten Mal in die Vorschlussrunde vorgedrungene Bundesliga-Zwölfte bestimmte über weite Strecken Tempo und Rhythmus eines typischen Pokal-Fights. Allerdings fehlten den Arminen bei allem Engagement die Kreativität im Mittelfeld und die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, um die Münchner Abwehr wie beim 3:1- Sieg im Februar in Verlegenheit zu bringen. Dabei war Felix Magath durch eine Verletzung von Robert Kovac schon nach 17 Minuten gezwungen worden, die Hintermannschaft umzubauen. Für den Kroaten, der den Platz wegen einer Wadenprellung verließ, rückte Martin Demichelis in die Innenverteidigung. Der eingewechselte Hasan Salihamidzic orientierte sich ins Mittelfeld.

Die Bayern erwiesen sich mit der Führung im Rücken einmal mehr als Meister an Effektivität. Mit Routine und Cleverness, aber ohne zu glänzen verteidigte der Bundesliga-Spitzenreiter seinen Vorsprung. Eine enttäuschende Vorstellung boten die Münchner im Angriff, wo von Claudio Pizarro und dem nun seit zwei Monaten torlosen Roy Makaay kaum Gefahr ausging. In seiner besten Szene scheiterte der glücklose Niederländer an Arminia-Torwart Mathias Hain (81.). Der nach einer auskurierten Prellung ins Team zurückgekehrte Ballack bemühte sich, Linie ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen, fand jedoch nur selten Unterstützung.

Gegen eine noch unsortierte Bielefelder Abwehr gelang den Bayern die erhoffte frühe Führung. Nach der zweiten Gäste-Ecke durch Bastian Schweinsteiger köpfte Ballack den Ball völlig unbedrängt ins Tor. Doch die von ihren Anhängern fanatisch unterstützten Hausherren zeigten sich nicht geschockt. Nur drei Minuten nach dem 0:1 hinderte Oliver Kahn mit großem Einsatz Delron Buckley am Ausgleich. Auf der Gegenseite vereitelte Hain mit seiner Parade gegen Salihamidzic die mögliche Vorentscheidung (20.). Die letzte Möglichkeit einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte bot sich Marcio Borges (29.), dessen Kopfball knapp am Bayern-Tor vorbeiflog.

Nach Wiederbeginn erhöhten die Bielefelder den Druck auf das Bayern-Tor und wären beinahe mit dem schnellen Ausgleich belohnt worden. Doch beim 18 m-Schuss von Markus Schuler (51.) zeigte Kahn eine glänzende Reaktion. Eine Viertelstunde später verhinderte der Nationaltorhüter gegen Ervin Skela den drohenden Ausgleich. Erst in der Schlussphase waren die Bayern bei ihren gelegentlichen Kontern gegen die aufgerückte Arminen-Abwehr einem zweiten Tor nahe.

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