Fünftes Double für die Münchner Bayern
Träume nach Mitternacht

Nach dem Gewinn des DFB-Pokals könnten die Vorzeichen beider Finalteilnehmer nicht unterschiedlicher sein. Während die Münchner schon an die Champions League denken, reicht es den Schalkern, der Verfolger Nummer eins zu sein.

HB BERLIN. Der Schweiß läuft an seinen Schläfen herab. Seine Brille sitzt schief, die Gläser sind verschmiert. Von Felix Magath bekommt man nur wenig zu sehen. Magath ist nicht gerade ein Riese und umringt von circa 35 Kameraleuten. Jeder will ein Bild haben vom Meistertrainer, wie er jetzt auch noch den Pokal in den Himmel reckt. Eigentlich sieht man nur den Pokal, die beiden Hände daran und die blanken Manschettenknöpfe. Der Rest von Magath ist zugestellt. Bald ist Mitternacht und auf der blauen Laufbahn des Olympiastadions ist es dicht und eng und stickig. Magath kämpft. Dann erspäht er Roy Makaay mit einem Humpen Paulaner.

Magath durchbricht das Menschenknäuel und drückt seinem Stürmer den Pokal vor den Bauch. "Komm?, wir tauschen", sagt der Trainer. Felix Magath, der Pfefferminzteetrinker, wird in dieser Nacht nicht vom Glauben abfallen. Auf dem nächtlichen Bankett in der Hauptstadt-Zentrale des Hauptsponsors des neuen Pokalsiegers gönnt sich der 51-Jährige ein Gläschen hiervon und davon. "Der Pokalsieg ist für mich der beste, größte und schönste Moment", sagt Magath. Vier Wochen nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft feiert der Trainer des FC Bayern in seinem ersten Jahr durch den 2:1 (1:1)-Sieg in einem emotionalen Finale über den FC Schalke 04 seinen zweiten Titel. Dieses Kunststück war nur Branko Zebec mit den Bayern vor 26 Jahren gelungen. Die Meisterschaft sei wichtig gewesen, sagt Magath, der Anerkennung in Verein und Umfeld halber wegen, der Pokalsieg aber mache es ihm künftig leichter. "Als Trainer des FC Bayern muss man viele Titel sammeln, aber deshalb bin ich ja zum FC Bayern gegangen."

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