Fußball Bundesliga: arena und Premiere schließen Partnerschaft

Fußball Bundesliga
arena und Premiere schließen Partnerschaft

Vor anderthalb Jahren noch haben sie sich beim Kampf um die Live-Rechte an der Fußball-Bundesliga bis aufs Messer bekriegt, jetzt wandern sie Hand in Hand: Die beiden Pay-Sender arena und Premiere haben am Donnerstag einen umfassenden Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Premiere vertreibt den Bundesliga-Sender in Zukunft über die Satelliten-Decoder. Im Gegenzug speist die arena-Mutter Unity Media Premiere-Programme in die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen und Hessen ein. Damit steigt das Vermarktungspotenzial von Premiere auf 30 Mill. Haushalte. Premiere hat jetzt 3,4 Mill. Abonnenten (plus 36 000 im vierten Quartal 2006, aber 156 000 weniger als Ende 2005).

16,7 Prozent der Premiere-Aktien im Tausch

Für das Einbringen der diversen Rechte und Lizenzen in die gemeinsame Vermarktung erhält Unity Media 16,4 Mill. Premiere-Aktien, was rund 16,7 Prozent des Kapitals entspricht. Eine Einflussnahme von arena auf die Geschäftspolitik von Premiere ist laut einer Pressemitteilung des Senders vertraglich ausgeschlossen. Damit wird Unity Media der größte Einzelaktionär bei Premiere, plant aber, so ein Sprecher, keine Übernahme. Die Aktien von Premiere konnten am Donnerstag nach Bekanntwerden der Vereinbarung um bis zu 20 Prozent zulegen.

arena wird in den Premiere Sportbars freigeschaltet, was einen Anstieg auf wieder 10 000 Kneipen als Kunden bringen soll. Im Gegenzug darf Premiere die nächsten vier Spieltage lang kostenlos die arena-Bundesliga als Schnupperprogramm vertreiben, um neue Kunden zu gewinnen und alte zurück zu holen.

Bundesliga-Empfang wird einfacher

Für den Fan wird der Empfang der Bundesliga live damit einfacher. Fraglich bleibt, was die finanzielle Verflechtung und enge Vertriebskooperation für die Bundesliga bedeutet. Die Möglichkeit, die beiden Pay-Sender bei der Ende 2007 einsetzenden Bieterrunde für die Rechte ab 2009 wie beim letzten Mal gegeneinander auszupokern, dürfte geringer werden. In ganz Europa bilden sich Allianzen bisher konkurrierender Pay-Sender, weil die Märkte zwei konkurrierende Angebote nicht verkraften.

Weder arena noch Premiere wollten angesichts der neuen Entwicklungen über die Zukunft der Bundesliga spekulieren. Sprecher beider Häuser wiesen darauf hin, dass die Ausschreibungs-Unterlagen der Liga noch völlig unbekannt seien.

Ein arena-Sprecher unterstrich allerdings, dass der Newcomer sein Bundesliga-Engagement unbedingt fortsetzen will. Premiere-Chef Kofler schloss ein inhaltliches Zusammengehen der beiden Sender kategorisch aus. Auch Premiere wolle die Bundesliga-Rechte wieder neu erwerben.

© SID

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