Fußball WM: Beckenbauer attackiert Stiftung Warentest

Fußball WM
Beckenbauer attackiert Stiftung Warentest

Nach dem überraschend schlechten Urteil der Stiftung Warentest über die Stadien der WM 2006 schießt Franz Beckenbauer zurück. "Mir reicht´s jetzt mit diesem Heer der Besserwisser und Wichtigtuer", so der OK-Präsident.

Franz Beckenbauer hat die Stiftung Warentest wegen der Studie zum Thema Sicherheit in den WM-Stadien scharf kritisiert. "Mir reicht´s jetzt mit diesem Heer der Besserwisser und Wichtigtuer, die sich über die WM profilieren wollen. Die Stiftung Warentest kennt sich vielleicht mit Gesichtscreme, Olivenöl und Staubsaugern aus. Dabei sollten sie bleiben", sagte der Präsident des WM-Organisationskomitees in einem Interview der Bild-Zeitung (Dienstags-Ausgabe).

Beckenbauer unterstreicht "strengste Kontrollen der Behörden"

Beckenbauer möchte von angeblichen Mängeln in den Stadien für die WM (9. Juni bis 9. Juli) nichts wissen. "Hier wird groß angekündigt, dass in unseren Stadien Panik ausbrechen könne mit verheerenden Folgen, ohne konkrete Fakten zu nennen. Dabei laufen die Baumaßnahmen - ich weiß es aus München - mit strengsten Kontrollen der Behörden ab. Solche Einrichtungen wie die Stiftung Warentest wollen doch nur Werbung für sich machen und zeigen: Schaut her, wir sind wichtig. Sind sie aber nicht!", sagte Beckenbauer weiter.

Der Weltmeister von 1974 als Spieler und 1990 als Trainer glaubt zudem an einen Imageschaden: "Dieses Gerede entspricht dem Zustand unseres Landes. Wenn wir bei der Bewerbung vor sechs Jahren gewusst hätten, was da jetzt hochkommt, dann hätten wir die Probleme heute nicht - weil wir mit solchen Nörgeleien nie die WM bekommen hätten. Manchmal fragt man sich: Wozu machen wir das eigentlich? Aber die WM wird trotzdem ein Riesenfest werden."

Studie sieht "teilweise beträchtliche Mängel"

Die Stiftung Warentest, die am vergangenen Freitag die Vorstellung ihrer Studie für den 19. Januar angekündigt hatte, präsentiert nun schon am heutigen Dienstag die angekündigten "teilweise beträchtlichen Mängel", die im Falle einer Panik verheerende Folgen haben können. Auch beim Brandschutz sei nach Angaben der Stiftung in den zwölf Arenen längst nicht alles so, wie es sein sollte.

© SID

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