Geflohener Perner fühlt sich gedemütigt: „Ich musste mich zwei Mal nackt ausziehen“

Geflohener Perner fühlt sich gedemütigt
„Ich musste mich zwei Mal nackt ausziehen“

24 Stunden nach seiner Flucht aus Turin hat sich einer der beiden untergetauchten Biathleten des österreichischen Teams zu Wort gemeldet: Wolfgang Perner, Olympiadritter von 2002 in Salt Lake City, schilderte gegenüber dem Internetportal sport1.at die spektakuläre Doping-Razzia aus seiner Sicht - und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Fahnder.

HB SAN SICARIO. Der Senior unter den ÖOC-Athleten in Turin sprach von einer "menschenunwürdigen Vorgangsweise" der beteiligten Beamten. Nackte Angst vor den italienischen Carabinieri hätte ihn danach aus dem Quartier der österreichischen Olympia-Mannschaft in San Sicario getrieben. "Ich musste mich hinstellen und mich zwei Mal völlig nackt ausziehen", wird der 38-Jährige im Internetportal sport1.at zitiert.

Ein Carabiniere habe in der Tür gestanden, ein Ermittler in Zivil habe das Zimmer auf den Kopf gestellt und alle Dinge auf das Bett geworfen. In seinem Zimmer wurden offenbar verdächtige Gegenstände gefunden. Danach sollte er ein Protokoll unterschreiben. "Ich habe mich geweigert, weil ich nicht Italienisch verstehe, da sind sie richtig rabiat geworden. Ich habe Angst gehabt", meinte Perner.

"Nach der Durchsuchung wollte ich nur noch weg. Ein Südtiroler Carabiniere hat mir gesagt, dass Sachen dabei waren, die ich nicht haben dürfte", meinte Perner. "Ich dachte mir, ich fahre weg, bevor sie mich verhaften und ich meine Familie nicht mehr sehe."

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