"Geiles Gefühl“: Kiefer schickt Safin in die Wüste

"Geiles Gefühl“
Kiefer schickt Safin in die Wüste

Nicolas Kiefer hat Australian-Open-Sieger Marat Safin in die Wüste geschickt: Mit dem 7:6 (7:2), 6:4 über den Russen feierte der Tennis-Profi aus Hannover beim ATP-Turnier in Dubai einen Riesenerfolg und empfahl sich für die Daviscup-Begegnung in der kommenden Woche in Südafrika.

HB DUBAI. Safin erlebte am Dienstag beim ersten Auftritt seit seinem Triumph in Melbourne eine herbe Enttäuschung. "Es ist immer ein geiles Gefühl, die Nummer eins der Welt zu schlagen. Ich habe ein Superspiel hingelegt, das habe ich nicht erwartet", sagte Kiefer. "Dieser Sieg ist sehr wichtig und gibt mir Selbstvertrauen. Einige Leute sind sicher wach geworden und merken, dass ich noch da bin." Allerdings dämpfte Kiefer dann selbst die Euphorie und sprach nur von einem kleinen Schritt nach vorn: "Der Weg ist noch weit. Das war nur die erste Runde." Im Achtelfinale trifft Kiefer am Mittwoch auf den Südkoreaner Hyung-Taik Lee.

Auch Rainer Schüttler ist noch dabei. Der Korbacher muss am Donnerstag gegen seinen russischen Freund Michail Juschni antreten. Beide spielen am Mittwoch noch gemeinsam Doppel.

Kiefer trat vor 6 000 Zuschauern auf dem fast voll besetzten Centre Court von Anfang an sehr selbstbewusst auf, schlug stark auf, returnierte fast wie zu besten Zeiten und ließ sich auch durch einige Unsicherheiten am Netz nicht aus der Ruhe bringen. Von seiner langen Pause am Jahresende, die Folge einer Handgelenksverletzung während der US Open war, ließ sich Kiefer nichts mehr anmerken.

Safin wollte seine Wettkampfpause nicht als Grund für die Niederlage anführen: "Er hat eine Menge Erfahrung und gleich gesehen, dass ich mich nicht wohl gefühlt habe. Es war schwer, gegen ihn zu spielen, weil er mir keinen Rhythmus gegeben hat."

Nur gegen Ende musste Kiefer noch einmal zittern, als er nach einer 5:2-Führung zum Sieg aufschlug und erstmals sein Service abgab. "Da musste ich den Sack zumachen", sagte Kiefer selbstkritisch. Im zweiten Versuch machte der 27-Jährige es besser und nutzte nach 1:28 Stunden mit einem Ass seinen ersten Matchball.

Es war der zweite Sieg gegen Safin nacheinander, die Bilanz ist mit 3:3 nun ausgeglichen. Der Moskauer hat in diesem Jahr schon mit einem anderen Deutschen schlechte Erfahrungen gemacht: Beim Hopman- Cup in Perth war er Thomas Haas unterlegen.

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