Gerolsteiner Teamchef meldet sich zu Wort
Holczer hält Diskussion für "hysterisch"

Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer hat in der jüngsten Doping-Affäre im Radsport mehr Besonnenheit verlangt. Der 51-Jährige bezeichnete die aktuelle Diskussion als "teilweise hysterisch".

In der jüngsten Doping-Affäre im Radsport hat Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer speziell von den Medien mehr Vernunft eingefordert. Nachdem Mannschaftskapitän Levi Leipheimer (USA) zum wiederholten Mal mit dem italienischen Dopingarzt Michele Ferrari in Verbindung gebracht wurde, bezeichnete der 51-Jährige die Diskussion als "teilweise hysterisch".

"Jeder im Radsport muss daran interessiert sein, diese Dinge aufzuklären, aber niemandem ist damit gedient, wenn Geschichten konstruiert werden", so Holczer. Auslöser war ein Trainigsaufenthalt Leipheimers auf Teneriffa im vergangenen Jahr, bei dem sich Ferrari zeitgleich im selben Hotel wie der Amerikaner aufgehalten hat.

Kein Kontakt zu "Dottore Epo"

Holczer hatte zum Vorgang bereits am Montag im ZDF Stellung genommen: "Ferrari saß auf der Terrasse des Hotels, in dem unsere Fahrer untergebracht waren. Das ist alles." Kontakt zwischen den Gerolsteiner-Profis und "Dottore Epo" habe es nicht gegeben.

Drei Tourstarter von T-Mobile hatten dagegen bestätigt, bei der Trainingsplanung mit Ferrari zusammengearbeitet zu haben. Der Bonner Rennstall will dies aber künftig unterbinden.

Der Italiener war im Oktober 2004 wegen Sportbetrugs zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einem elfmonatigen Berufsverbot verurteilt worden. Vor wenigen Wochen folgte ein Freispruch "zweiter Klasse" wegen Verjährung. Dem Mediziner wird vorgeworfen, Sportlern unter anderem das Blutdopingmittel Erythropoietin verschrieben und verkauft zu haben.

© SID

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