Gesamtweltcup-Krimi mit Miller und Raich - Deutsche „indiskutabel“
Hilde Gerg darf wieder träumen

Kurz vor Saisonende hat die Deutsche Hilde Gerg ihr Kämpferherz wieder entdeckt und kann sich einen großen Karrieretraum doch noch erfüllen.

HB SAN SICARIO/KRANJSKA. Während sich Anja Pärson mit dem Alpin-Grand-Slam durch die Siege in Abfahrt und Super-G selbst ein Ski-Denkmal setzte, ist für die Lenggrieserin nach dem dritten Abfahrtsplatz am Samstag beim Weltcup im italienischen San Sicario die kleine Kristallkugel in der Königsdisziplin plötzlich zum Greifen nah. Bei den Herren hat Benjamin Raich mit seinem Riesenslalom-Sieg sowie Platz drei im Slalom von Kranjska Gora/Slowenien das Rennen um den Gesamtweltcup wieder spannend gemacht. Der Österreicher liegt nur noch 31 Punkte hinter Bode Miller (USA) zurück. Die deutschen Fahrer blieben ohne Weltcup-Zähler.

Vor der letzten Damen-Abfahrt am 9. März in Lenzerheide/Schweiz trennen Hilde Gerg nur noch 32 Zähler von der führenden Österreicherin Renate Götschl. "Das war immer mein großes Ziel. Ich will es unbedingt schaffen. Ich habe immer gehofft und werde alles dafür geben", sagte die 29-Jährige. Nach den bitteren Enttäuschungen der Weltmeisterschaft gelang Hilde Gerg bei der Olympia-Generalprobe für 2006 der sechste Podestplatz des Winters. In 1:53,84 Minuten musste sie nur die Übermacht der alpinen Super-Frauen Anja Pärson (Schweden/1:52,86) und Janica Kostelic (Kroatien/1:53,10) anerkennen.

Pärson gewann 24 Stunden nach ihrem ersten Super-G-Sieg auch die Abfahrt und hat nun Erfolge in allen vier Disziplinen auf ihrem Konto. Dies hatten im Weltcup zuvor nur die Österreicherin Petra Kronberger und ihre einstige Teamkollegin Pernilla Wiberg erreicht. "Das ist ein spezieller Tag, an den ich immer zurückdenken werde", sagte Pärson.

Das Duell zwischen den mehrfachen Weltmeisterinnen Pärson und Kostelic ging auch am Sonntag weiter. Bei der erstmals ausgetragenen Super-Kombination aus einer Abfahrt und nur einem Slalomlauf hatte dann die Kroatin in 2:19,35 Minuten die Nase vorn. Pärson wurde in 2:19,78 vor der Kanadierin Emily Brydon (2:20,67) Zweite. Sie verteidigte ihre Führung im Gesamtweltcup mit 1241:1178 Punkten vor ihrer Freundin und Rivalin Kostelic.

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