Geschlagene Duisburger im Glück
2. Liga: Fürth verpasst Sprung an die Spitze

Nach einem unerwarteten Ausrutscher des MSV Duisburg im Revier-Derby gegen Rot-Weiß Essen hat ein Gegentor in letzter Minute die SpVgg Greuther Fürth den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga gekostet.

HB MÜNCHEN. Die Franken kamen am Sonntag im Heimspiel gegen Eintracht Trier bei heftigem Schneetreiben trotz einer 3:1-Führung nicht über ein enttäuschendes 3:3-Unentschieden hinaus. In der 90. Minute riss der Trierer Nico Patschinski die Fürther mit seinem Treffer aus allen Träumen vom erstmaligen Sprung auf Platz eins seit dem 11. Spieltag. Tabellenführer Duisburg verlor nach einem "Joker"-Tor des gerade eingewechselten Sven Lintjes (78.) beim Abstiegskandidaten in Essen nicht unverdient mit 0:1.

Zum großen Gewinner des 21. Spieltags könnte der 1. FC Köln werden. Der Tabellenzweite (40 Punkte) kann mit einem Heimsieg am Montag (20.15) gegen den Karlsruher SC an den Duisburgern (42 Zähler) vorbeiziehen. Neben Köln durften sich aber im Kampf um die Aufstiegsplätze auch die Duisburger und Fürther (40) am Sonntag wenigstens über das weitgehende Versagen der Verfolger freuen: Denn nur der TSV 1860 München wurde seiner Favoritenrolle beim 3:1-Sieg gegen Rot-Weiß Erfurt nach späten Treffern von Paul Agostino (82.) und Michal Kolomaznik (90.) gerecht. Trotzdem beträgt der Abstand zwischen Rang drei und vier schon sechs Punkte.

Bereits am Freitag hatten der Tabellenvierte Alemannia Aachen bei der 2:3-Heimniederlage gegen die SpVgg Unterhaching sowie Eintracht Frankfurt beim 1:2 in Dresden bittere Niederlagen kassiert. Am Sonntag wurde auch der 1. FC Saarbrücken seiner Favoritenrolle nicht gerecht. Der Aufsteiger kassierte trotz einer 1:0-Pausenführung nach dem Kopfballtor von Torsten Reuter (20.) beim 2:4 gegen Wacker Burghausen die erste Heimniederlage nach einem halben Jahr. Erzgebirge Aue siegte nach einem kuriosen Eigentor von Gledson (87.) mit 2:1 bei LR Ahlen.

"Ich will rauf!" Der offensiven Plakat-Aktion der Vereinsführung ließen die Fürther Profis auf dem Platz zunächst Taten folgen: Nach nur zwölf Minuten führten die Franken nach Toren der Stürmer Christian Eigler und Petr Ruman mit 2:0. Doch der Sturmlauf wurde anschließend von heftigem Schneefall gestoppt - Schiedsrichter Jochen Drees (Mainz) musste die Partie nach einer halben Stunde sogar für zehn Minuten unterbrechen. Auf dem rutschigen Boden brachte der Ex- Fürther Zoran Mamic (55.) Trier zurück ins Spiel. Nach dem 3:1 von Roberto Hilbert (70.) leitete ein Eigentor von Thomas Kleine (84.) das frustrierende Ende des Spiels aus Sicht der Gastgeber ein. "Die Fürther mussten eigentlich 4:0 oder 5:0 führen, aber am Ende haben wir sie bestraft", meinte Triers 3:3-Schütze Patschinski.

Sechs Tage vor der Kür im Uefa-Pokal gegen AZ Alkmaar versagten die Aachener bei der Pflichterfüllung im Liga-Alltag. Für das 2:3 gegen Unterhaching machte Dieter Hecking seine Abwehr verantwortlich. "Wir haben das Spiel hinten verloren. Die ersten beiden Tore dürfen so nicht fallen", kritisierte der Trainer. Kapitän Erik Meijer mochte die bereits zweite Heimniederlage in Serie, die Hachings Torjäger Francisco Copado in der 89. Spielminute mit seinem zweiten Treffer des Abends per Foulelfmeter (89.) besiegelte, allerdings nicht überbewerten: "Der Zug nach oben ist noch nicht abgefahren."

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