Gesperrter Football-Star
Fans fordern auf Twitter „Freiheit“ für Brady

Hat Star-Quarterback Tom Brady betrogen? Die NFL sagt ja, viele Fans sagen nein. Unter dem nicht ganz ernstgemeinten Hashtag #FreeBrady entspinnt sich auf Twitter eine ungeahnt hitzige Diskussion.
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DüsseldorfDie Bälle waren zu weich, und Profi Tom Brady soll es gewusst haben. Betrug, lautet das vernichtende Urteil. Für vier Spiele ist der Patriots-Quarterback von der US-Profiliga NFL gesperrt worden – jedoch aufgrund von Indizienbeweisen, nicht von Beweisen. Und die Entscheidung war kaum öffentlich, da entwickelte sich im Social Web schnell ein Eigenleben.

So auch in diesem Fall: Unter dem Hashtag #FreeBrady erfährt der gesperrte Tom Brady nun eine Welle ungeahnter Solidarität. Ungeahnt, weil die USA mit gefallenen Sporthelden sonst gnadenlos verfahren. Ungeahnt auch, weil Brady gar nicht als Schuldiger gesehen wird:

Der Hashtag bestimmte in den USA den Nachrichtendienst Twitter. Bei „#freebrady“ schwingt unverhohlene Ironie mit, wird die Forderung sonst nur bei zu Unrecht Verurteilten genutzt – in Strafprozessen. Eine Untersuchungskommission spricht im Fall Brady von „wahrscheinlich“ bewusst zu schwach aufgepumpten Bällen, eine Absicht sei „eher wahrscheinlich als nicht“. Spott und Häme für die NFL-Entscheidung, die nicht auf Fakten basiert, gibt es deshalb auch von Journalisten:

NFL-Commissioner Roger Goodell betont, die Sanktionen seien erfolgt, um die Integrität des Spiels zu schützen. Doch irritieren lassen sich auch einige Ex-NFL-Profis nicht – und kritisieren die Sperre scharf:

Zudem ist sogar eine eigene T-Shirt-Kampagne für den gesperrten Profi gestartet:

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