Gewichtheben Doping
Indische Gewichtheberin beteuert Unschuld

Die positiv auf Doping getestete indische Gewichtheberin Monika Devi beteuert bei einer Pressekonferenz ihre Unschuld. Dennoch wurde sie aus dem indischen Olympia-Team gestrichen.

Gewichtheberin Monika Devi aus Indien, die nach einem angeblich positiven Dopingtest aus dem Team ihres Landes für die Olympischen Spiele in Peking (8. bis 24. August) gestrichen worden ist, beteuert ihre Unschuld und vermutet ein Komplott. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.

"Ich bin komplett unschuldig", sagte die Athletin auf einer improvisierten Pressekonferenz unter Tränen. "Ich bin bereit für den Dopingtest in Peking, und sollte ich positiv sein, dann erschießt mich in aller Öffentlichkeit."

Die 25 Jahre alte Devi, die in Peking als einzige Gewichtheberin ihres Landes in der 69-kg-Klasse gemeldet war, soll nach Angaben der indischen Olympia-Delegation außerhalb eines Wettkampfes positiv auf ein nicht näher benanntes Steroid getestet worden sein.

Im Vorfeld hatte es in Indiens Gewichtheber-Lager Wirbel gegeben, weil Devis Rivalin um das Olympiaticket Shailaja Pujari angeblich mit Hilfe eines Bestechungsgeldes versucht hatte, in das Peking-Team zu gelangen. Eine sportliche Ausscheidung der beiden hatte Devi gewonnen.

Indiens Gewichtheber-Verband stellte sich hinter seine Olympia-Kandidatin. Verbandssekretär Balwant Raj Gulati bezeichnete den Test über dessen Resultat die Sportlerin erst unmittelbar vor ihrer Abreise nach China informiert worden war als "ungültig."

Indiens Gewichtheber war in den letzten Jahren mehrfach durch Dopingfälle ins Zwielicht geraten. In Athen vor vier Jahren waren gleich zwei Schwerathletinnen überführt worden. Seitdem wurden neun Hantelstemmer des Landes vom Weltverband IWF gesperrt. Zudem war der komplette indische Gewichtheber-Verband vorübergehend von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden.

© SID

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