Gewichtheben EM
Deutsche Gewichtheber enttäuschen zm EM-Abschluss

Zum Abschluss der EM der Gewichtheber im polnischen Wladyslawowo haben die deutschen Männer enttäuschende Leistungen gezeigt. Unter anderem belegte Jürgen Spies im Zweikampf bis 94kg nur den 16. Rang.

Mit enttäuschenden Leistungen haben sich die deutschen Männer von den Europameisterschaften der Gewichtheber verabschiedet. Unter anderem kam Jürgen Spies im polnischen Wladyslawowo nicht über den 16. Platz hinaus. Der Neulußheimer stemmte im Zweikampf der Klasse bis 94kg nur 358kg und verfehlte damit die angestrebte Bestleistung um insgesamt zehn Kilo. Auch Almir Velagic aus Kaufbeuren startete bei den "Superschweren" lediglich in der B-Gruppe und belegte mit nur 387kg (175+112) den insgesamt neunten Rang. Er verfehlte seine persönliche Bestleistung um 16 Kilogramm.

"Die Bronzemedaille bei den Frauen war natürlich der Hammer, bei den Männer hat es leider nicht mit den angestrebten Bestleistungen geklappt", resümierte der deutsche Verbandspräsident Claus Umbach. Am Freitag hatte Superschwergewichtlerin Cathleen Schöppe (23) aus Chemnitz überraschend Bronze im Stoßen geholt. Erfolgreichste Nation war Russland mit insgesamt fünf Zweikampf-Titeln.

Dolega gelingt Weltrekord im Reißen

Im abschließenden Wettbewerb in der Klasse bis 105kg sorgte der Pole Marcin Dolega mit 199kg noch für einen Weltrekord im Reißen. Er verbesserte seine eigene Bestmarke um ein Kilo und gewann auch im Zweikampf mit 424kg vor dem Russen Wladimir Smorschkow, der 417kg bewältigte.

Im Superschwergewicht verteidigte der Lette Wiktor Scherbatis seinen Titel erfolgreich. Der 144kg schwere Olympiazweite gewann in den Teildisziplinen Reißen und Stoßen sowie mit 445kg im Zweikampf (200kg+245kg) vor dem Armenier Aschot Danieljan (436,0kg) und dem Olympiadritten Welitschko Tscholakow aus Bulgarien (434,0).

Paschajew sichert sich Titel im 94-kg-Limit

Im 94-kg-Limit sicherte am Samstag der Aserbaidschaner Nisami Paschajew, der 402kg zur Hochstrecke brachte, vor Polens Lokalmatador Szymon Kolecki (394) und dem Russe Andrej Demjanow (393) den Titel. Spies, der insgesamt nur drei seiner sechs Versuche gültig gestalten konnte, landete in den Teildisziplinen Reißen (160) und Stoßen (198) auf den Rängen 15 sowie 16.

Zuvor hatte beim Championat an der Ostseeküste der Weißrusse Andrej Rybakow mit 186kg einen Weltrekord im Reißen der 85-kg-Klasse aufgestellt. Der 24-Jährige verbesserte die von ihm selbst gehaltene Bestmarke um ein Kilo. Rybakow gewann auch den Titel im Stoßen mit 206kg und verwies damit im olympischen Zweikampf mit der hervorragenden Leistung von 392kg die Russen Juri Myschkowez (372kg) und Saur Takuschew (370) auf die weiteren Medaillenplätze.

© SID

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