Gewichtheben WM
Deutsche verheben sich bei WM in Thailand

Das Team des Bvdg enttäuschte bei der WM in Thailand auf ganzer Linie. Im Schatten von vier Weltrekorden sprangen für die deutschen Gewichtheber nur 22 Qualifikationspunkte für Olympia heraus.

Die deutschen Gewichtheber präsentieren sich weiterhin ein wenig schwach auf der Brust. Bei den Weltmeisterschaften in Thailand war für das Team des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (Bvdg) wieder nichts zu holen. Während der Frankfurter Michael Böhm mit zwei persönlichen Bestleistungen immerhin neun Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele 2008 sicherte, schaffte Rene Horn im Reißen der 94-kg-Kategorie keinen gültigen Versuch und damit auch keinen deutschen Zähler für Peking. Einziger Lichtblick war Jürgen Spieß als Achter.

Während der Frankfurter Böhm sich im Reißen und Zweikampf steigerte, immerhin neun Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele sicherte und Spieß ebenfalls Bestleistungen zur Hochstrecke brachte, schaffte Horn im Reißen der 94-kg-Kategorie keinen gültigen Versuch und damit auch keinen deutschen Zähler für Peking 2008.

Spieß sorgte in der Klasse bis 94kg mit Platz acht im Reißen für das bislang beste deutsche Ergebnis. 171kg im Reißen und 373kg im Zweikampf hatte Spieß bisher nie erreicht - dennoch verfehlte er die Olympianorm um vier Kilo, sammelte aber 13 wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation.

Das deutsche Team suchte die Schuld beim Kampfgericht um den Deutschen Karl Rimböck, der Horn zwei zur Hochstrecke gebrachte Lasten von 150 und 153kg wegen des nicht regelgerechten Nachdrückens mit dem Arm nicht anerkannte. Die neue Bestleistung von 203kg im Stoßen war ein schwacher Trost für Horn: "Das war alles sehr ärgerlich." Weltmeister wurde der Russe Roman Konstantinow mit 397 kg (Reißen 177, Stoßen 220).

Böhm schaffte in der Kategorie bis 85kg in Chiangmai mit 351kg im Zweikampf eine neue Bestmarke. Auch die 161kg im Reißen hatte er nie zuvor geschafft, dennoch blieb damit nur Rang 13: "Ich muss weiter zulegen." Der Weißrusse Andrei Rybaku verbesserte den von ihm selbst gehaltenen Weltrekord im Reißen um ein auf 187kg und gewann auch Zweikampf-Gold mit 393kg.

Drei neue Weltrekorde bei den Frauen

Sogar drei neue Weltbestmarken gab es bei den Frauen in Abwesenheit deutscher Teilnehmerinnen in der Klasse bis 63kg. Die Chinesin Haixia Liu stellte mit 257kg im Zweikampf einen neuen Weltrekord auf und gewann alle drei Titel. Die Russin Swetlana Tsurukajewa verbesserte die Juniorenmarken im Reißen auf 115 und im Zweikampf auf 250kg, doch ihr blieb damit nur zweimal Silber. In der Kategorie bis 58kg der Frauen verteidigte die Chinesin Hongmei Qui mit 238kg ihren Titel.

© SID

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